Review

Reviews 8.0

BABYLON A.D.

Revelation Highway

Label: Frontiers/Soulfood
Dauer: 44:47
Erscheinungsdatum: 10.11.2017
Ausgabe: RH 367

Rockpalast Bochum, vor gar nicht allzu langer Zeit: An einem Mittwochabend spielen im altehrwürdigen Club Spread Eagle, Vain und BABYLON A.D., Letztere sogar in Originalbesetzung. Im Publikum stehen neben mir selbst auch die Kollegen Staude und Schleutermann, und vor allem Schleuti geht beim Gig der Bay-Area-Bande völlig steil. Kein Wunder, denn die Sleaze-Legende strahlt eine Spielfreude aus, von der sich viele ihrer in die Jahre gekommenen Kollegen ein bis drei Scheibchen abschneiden könnten. Keine zwei Monate später liegt jetzt mit „Revelation Highway“ das neue BABYLON A.D.-Album vor, der erste abendfüllende Longplayer der Band seit der Jahrtausendwende. Warum der Fünfer so lange von der Bildfläche verschwunden war, weiß nur der liebe Gott (na gut, und die Musiker vermutlich auch...), aber meine Herren, was für ein Comeback: Derek Davis singt, als wäre er seit den Achzigern keinen Tag gealtert, die Instrumental-Fraktion hat nach wie vor ein untrügliches Gespür für geile Melodien und Hooks, und die Produktion klingt kein Stück überladen oder billig, was heutzutage leider auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist. BABYLON A.D. gehörten immer schon zu den „dreckigen“ Vertretern des Genres und sind mit ihrem Sleaze deutlich näher an Skid Row oder Guns N´ Roses als an White Lion oder Pretty Boy Floyd. Wer auf geilen Ami-Rock´n´Roll steht, sollte sich „Revelation Highway“ auf den Einkaufszettel packen.

Autor:
Jens Peters
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