Review

Reviews 8.0

B-THONG

Damage

Ausgabe: RH 97

Es hat sich einiges getan bei B>THONG. Zwar reichern die vier Schweden ihren Groove-Thrash immer noch mit HC-Flair und Grunge-Versatzstücken an, sind aber kompositorisch wesentlich experimenteller geworden. Kurze, auf den Punkt gebrachte Nackenbrecher à la 'Schizophrenic Pavement' und 'Violent Blows' sucht man vergebens. Stattdessen findet man auf "Damage" neben typischen, rifforientierten Midtemponummern wie 'Seeking', 'Passive Control' oder 'My Wound' etliche komplexe Kompositionen, zu denen man erst nach mehrmaligem Hören Zugang findet. 'Lost Emperor' beispielsweise basiert auf einem psychedelisch-balladesken, gitarrenfreien Vocal- und Rhythmus-Teppich, der lediglich für kurze Aggressionsausbrüche und einen schrägen Refrain im Allice In Chains-Stil verlassen wird. Weird. Gerade bei solch vielseitigen Stücken, zu denen u.a. auch 'Ropes' und das noch relativ eingängige 'Blind Addiction' zählen, entpuppt sich Tony Jelencovich als Trumpf, da der gute Mann nicht nur kontrolliert shouten, sondern auch sehr einfühlsam singen kann. Obwohl die Klasse des Debüts wegen des geringen Hit-Potentials nicht ganz erreicht wird, bietet auch "Damage" modernen Headbanger-Stoff der Extraklasse.

Autor:
Marcus Schleutermann

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