Review

Reviews 8.0

AVATARIUM

Avatarium

Ausgabe: RH 318

Nuclear Blast/Warner (49:29)

Mit Candlemass möchte Leif Edling keine Platten mehr machen, da sich das seiner Meinung nach finanziell nicht mehr rentiert. Kreativ ist der Mann dennoch weiterhin, und so hat er mit Evergrey-Gitarrist Marcus Jidell zusammen die Band AVATARIUM gegründet. Und dass die musikalisch nicht gerade in Richtung Speed Metal tendiert, sollte nicht verwundern. Auch bei AVATRIUM bevorzugt Edling ein bedächtiges, doomiges Tempo, und genau genommen liegen AVATARIUM stilistisch gar nicht mal so weit von Candlemass entfernt - noch mehr erinnern sie mich aber an Edlings ehemaliges Projekt Abstrakt Algebra. Hauptunterschied zu Edlings Stamm-Band sind sicherlich die Vocals, für die hier mit Jennie-Ann Smith eine Dame verantwortlich ist, die der Musik reichlich Dramatik verleiht, ohne dabei auch nur ansatzweise ins Opernhafte abzudriften. Zudem kriegt das Songmaterial (speziell auf der B-Seite) eine gehörige Schlagseite in Richtung Hardrock der siebziger Jahre, was nicht ausschließlich an der Hammond-Orgel von Carl Westholm liegt. Der leicht psychedelische Ansatz in einigen Nummern wiederum lässt Vergleiche zu Tiamat zu, deren Drummer Lars Skjöld hier mitwirkt. Keine Allerweltsmusik von der Stange, sondern ein ziemlich interessantes, vielseitiges Debüt.

Autor:
Frank Albrecht
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