Review

Reviews 9.0

AVATARIUM

All I Want

Ausgabe: RH 331

Nuclear Blast/Warner (31:12)
Ihr 2013er Debüt „Avatarium" war ein echter Grower, am Anfang ein wenig unscheinbar, dafür im Laufe der Zeit nur wenig nachlassend, mit der EP „All I Want" legen die im Doom-Randgebiet wildernden SchwedInnen um den momentan gesundheitlich leider angeschlagenen Candlemass-Kopf Leif Edling und die so eigenständig wie emotional agierende Frontfrau Jennie-Ann Smith, die auch auf dem 2015er Rock Hard Festival spielen werden, gewaltig nach. Abgeschlossen wird der Fünf-Song-Dreher von agilen, mutig arrangierten Liveversionen der „Avatarium"-Highlights ´Pandora´s Egg´, ´Tides Of Telepathy´ und ´Bird Of Prey´, die zeigen, wie großartig diese Band (trotz des Fehlens von Edling) in Technik, Ton und Ausdruck ist (der ´Stairway To Heaven´-Part in ´Tides Of Telepathy´ funktioniert tatsächlich!), entscheidend sind aber natürlich die beiden neuen Songs. ´All I Want´ und ´Deep Well´ wirken einerseits psychedelischer, rockiger, von mir aus auch „knarziger", andererseits noch melodischer, noch selbstbewusster, noch zwingender und bieten übermächtige Hooklines feil, an denen man sich einfach nicht satthören kann. Wenn AVATARIUM auf ihrem nächsten Album acht, neun oder zehn Stücke in dieser Qualität offerieren, heulen die Sirenen: Klassiker-Alarm!

Autor:
Boris Kaiser
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