Review

Reviews 8.0

AUDREY HORNE

Youngblood

Ausgabe: RH 309

Napalm/Universal (42:57)

In Anlehnung an Kiss´ „Rock And Roll Over“ geben AUDREY HORNE schon mit dem Cover zu „Youngblood“ einen ersten Hinweis auf die grobe musikalische Marschrichtung auf Album Nummer vier: noch mehr Hardrock und Classic Rock und weniger Alternative als auf dem selbstbetitelten Vorgänger. Neben Kiss sind es zudem späte Rainbow und die Deep Purple der Achtziger, die (u.a. bei ´There Goes A Lady´ und ´The Open Sea´) im aktuellen Sound der Norweger die deutlichsten Spuren hinterlassen haben. Neben dem Hang zum flotten Drive und der wieder mal erstklassigen Gitarrenarbeit von Arve und Thomas bilden vor allen Dingen einige fantastische, supereingängige, aber niemals anbiedernde Melodien von Refrains wie ´Redemption Blues´ oder ´Youngblood´ genau jene Momente, in denen AUDREY HORNE zu den aufregendsten Rock´n´Roll-Bands der aktuellen Szene zählen und jene sehr souveräne Figur abgeben, die ihnen Götz in seinem Studioreport zu „Youngblood“ in unserer letzten Ausgabe attestierte. Allerdings schafft es das Quartett nicht, dieses hohe Level über das gesamte Album zu halten, und so hat sich gerade im Mittelteil und am Ende der Scheibe (´Show And Tell´ und ´Cards With The Devil´) doch der eine oder andere kreative Schatten ausgebreitet. Und in genau jenen Momenten offenbart die Band auch ihre einzige leichte Schwäche. Toschi ist sicherlich kein schlechter Sänger, aber eben auch kein Ausnahmekönner, wie sie nahezu alle großen Vorbilder der Band in ihren Reihen haben und hatten, die mit einer großen emotionalen und stimmlichen Bandbreite sowie kreativen Gesangsmelodien eben auch mal die eine oder andere Schwäche im Songwriting kaschieren können.

Unterm Strich ist „Youngblood“ dennoch ein geiles Album, das vor allen Dingen die Fans begeistern wird, die ´Blaze Of Ashes´ von der letzten Platte zu ihren Lieblingstracks zählen.

DISKOGRAFIE

No Hay Banda (2005)
Le Fol (2007)
Audrey Horne (2010)
Youngblood (2013)

LINE-UP

Torkjell „Toschie“ Rød (v.)
Arve „Ice Dale“ Isdal (g.)
Thomas Tofthagen (g.)
Espen Lien (b.)
Kjetil Greve (dr.)

DIE PATEN

An AUDREY HORNE und „Youngblood“ werden mit Sicherheit alle Gefallen finden, die bereits mit folgenden Acts reichlich Spaß haben:

Rainbow, Deep Purple, Kiss, Ozzy Osbourne, Thin Lizzy, Sahg, Aerosmith, Van Halen, Dio, Whitesnake, UFO, Nazareth, Alcatrazz, Gillan, Wishbone Ash, Yngwie J. Malmsteen´s Rising Force, Tygers Of Pan Tang

Autor:
Andreas Himmelstein

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