Review

Reviews 8.5

ATREYU

Long Live

Ausgabe: RH 341

Spinefarm/Universal (51:30)
Die außergewöhnlich lange kreative Pause seit ihrem letzten Studioalbum - „Congregation Of The Damned" erschien im Oktober 2009 - hat dem Quintett aus Orange County, Kalifornien, gutgetan. Zwar war die Scheibe ganz sicher kein Rohrkrepierer, aber an den Genre-Klassiker „The Curse" oder das für Metalcore-Verhältnisse reichlich unorthodoxe „Lead Sails Paper Anchor"-Opus kam man nur selten ran. Mit ihrem sechsten, von Fred Archambault co-produzierten Langeisen „Long Live" knüpfen ATREYU (als Namensgeber fungierte übrigens die gleichnamige Figur aus Michael Endes Klassiker „Die unendliche Geschichte") an ihre Großtaten aus dem letzten Jahrzehnt an. Insbesondere die (Halb-)Balladen ´A Bitter Broken Memory´, ´Do You Know Who You Are´ und ´Moments Before Dawn´ sowie das rock´n´rollige, groovige ´Brass Balls´ sind großes Kino und unterstreichen, dass sich die Metalcore-Urgesteine um Shouter Alex Varkatzas - für den famosen melodischen Klargesang sorgt bei ATREYU seit jeher Drummer (!) Brandon Saller - zumindest partiell aus dem engen Metalcore-Korsett befreit haben. Mit brachialen, genretypischeren Nummern wie dem Titelsong, ´Cut Off The Head´, ´Heartbeats And Flatlines´ oder ´Start To Break´ kommen aber auch Fans der alten ATREYU auf ihre Kosten. Welcome back, lads!

Autor:
Buffo Schnädelbach
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