Review

Reviews 6.5
Doom Metal Progressive

ATLASES

Woe Portrait

Label: Lifeforce/Membran
Dauer: 47:11
Erscheinungsdatum: 23.10.2020
Ausgabe: RH 401

Mit ihrem Mix aus brutalen Death/Doom/Black-Elementen einerseits und weitschweifigen Exkursionen Richtung Ambient, Postrock und Shoegaze andererseits sind ATLASES eine Post-Metal-Band im besten Sinne. In diesem ästhetischen Spannungsfeld erzeugt das finnische Quintett auf seinem zweiten Album (das Debüt „Haar“ erschien im letzten Jahr) erneut so manch brillantes Bild. Waldspaziergang oder Höllenfahrt? ATLASES können beides, ja sie brauchen beides, denn beschränkt man sich, wie beispielsweise im Opener ´Dreadlight´, nur auf Härte, verfliegt die Magie recht schnell. Wie wunderbar das Nebeneinander funktionieren kann, zeigen u.a. das sich fabelhaft entfaltende ´Phoenix Trail´ oder das zweiteilige ´The Unsung Lament´. Feinsinnig-melancholischer Rückzugsort und kompromisslose Trostlosigkeit gleichermaßen.

Autor:
Mike Borrink
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