Review

Reviews 7.0
Hard Rock Heavy Metal

ATKINS MAY PROJECT

The Final Cut

Label: Dog Ruff
Dauer: 58:28
Erscheinungsdatum: 28.04.2020
Ausgabe: RH 398

Die Zeiten, in denen christliche Inhalte im Bienchenkostüm dargeboten wurden, gehören gottlob der Vergangenheit an. Heutzutage darf es auch schon mal ein blutrünstiger Warrior auf dem Cover sein, der für „The Final Cut“ sein Schwert erhebt. Wie für gewöhnlich von Rodney Matthews unübertroffen in Szene gesetzt. Dazu passen auch die kämpferischen Lyrics: „This world may drive you to your knees. Don´t play its game. The system thrives to break you down. It´s time to change the masquerade.“ Dem System die Maske herunterreißen. Das wollen auf ihre alten Tage der originale Sänger von Judas Priest, Al Atkins, und sein Partner Paul May, der auf „The Final Cut“ sämtliche Instrumente bedient. Stilistisch changiert das dargebotene Material zwischen vom Blues inspirierten Hardrock und typischem Brit-Metal. Atkins´ Stimme ist dabei weit weniger operettenhaft als die seines Nachfolgers bei Judas Priest, sondern klingt geerdet und rau (eines seiner großen Vorbilder ist bekanntlich Paul Rodgers), allerdings auch ein wenig in die Jahre gekommen. Insgesamt bietet „The Final Cut“ keine spektakulären Ansätze, AMP offerieren vielmehr durch und durch solide Hausmannskost. Ein konkurrenzfähiges Alterswerk.

Autor:
Matthias Mader
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