Review

Reviews 8.5
Folk Metal Progressive

ASGARD

Ragnarøkkr

Label: Pride & Joy/Soulfood
Dauer: 63:19
Erscheinungsdatum: 15.05.2020
Ausgabe: RH 397

Kommt zu mir, liebe Kinder! Euer Prog-Opa hat eine Geschichte für euch. Ihr meint nämlich bestimmt, dass die Begriffe aus der nordischen Mythologie Bands wie Amon Amarth fest für sich gebucht hätten, sodass eine Formation namens ASGARD, die ihr Album „Ragnarøkkr“ getauft hat, nur ein Trittbrettfahrer sein kann, oder? Ganz im Gegenteil! ASGARD sind eine italienische Band - nicht mit den gleichnamigen Speed-Jünglingen zu verwechseln - die wir Prog-Metaller Anfang der Neunziger mit offenen Armen aufnahmen, als wir unseren Blickwinkel mehr gen Progrock öffneten. Denn genau in diese Ecke gehörten ASGARD, die in den Neunzigern fünf herrliche Alben mit solch eindeutigen Titeln wie „Götterdämmerung“ oder „Drachenblut“ veröffentlichten. Doch seit dem Jahr 2000 gab es keine neuen Alben mehr von ASGARD, sondern lediglich mal eine Ankündigung, dass ein neues Album namens „Ragnarøkkr“ voraussichtlich 2005 erscheinen soll. Nun ja, es hat etwas länger gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt, denn die sechste ASGARD-Scheibe enthält wieder jene fesselnde Mischung aus Neo-Prog, Folk und Power Metal. Kinder, ich sage euch, das waren schöne Prog-Zeiten damals, und an diese Tage erinnert uns „Ragnarøkkr“. So, und jetzt holt eurem Opa brav die Fellpuschen; der Nordwind pfeift heute eisig aus den Fjorden herab.

Autor:
Stefan Glas
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