Review

Reviews 8.0
Heavy Metal

ARTILLERY

X

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 45:48
Ausgabe: RH 407

Obwohl ARTILLERY bereits 1982 gegründet wurden und damit neben den Big Teutonic 4 sowie den Briten Onslaught zu den dienstältesten noch aktiven Thrash-Acts Europas zählen, läuft dieser Tage erst der zehnte Studiodreher der Dänen vom Stapel, weil der Fünfer in den Neunzigern sieben Jahre pausierte. Produziert wurde „X“ erneut von Søren Andersen (u.a. Mike Tramp, D-A-D, Thundermother), der die Combo seit dem 2009er Album „When Death Comes“ betreut. Dabei erinnern ´Turn Up The Rage´, ´Eternal Night´ und vor allem die balladesk angehauchte Midtempo-Nummer ´The Ghost Of Me´ partiell mehr an klassischen Hardrock der Marke Scorpions, Dokken oder Ratt als an rabiaten Thrash. Überhaupt würde Frontsau Michael Bastholm Dahl mit seiner latent Klaus-Meine-artigen, vergleichsweise hohen Stimme auch als Sänger einer deutlich kommerzielleren Power- oder Melodic-Metal-Truppe eine gute Figur machen. Hohen Wiedererkennungswert besitzt auch die feine, manchmal leicht orientalisch angehauchte Gitarrenarbeit von Bandgründer Michael Stützer sowie Kraen Meier, der im vorvergangenen Jahr Michaels Bruder Morten (R.I.P.) an der zweiten Klampfe ersetzte. Auch wenn das dritte Album der Skandinavier, „By Inheritance“ von 1990, das Nonplusultra im ARTILLERY-Kosmos bleibt, ist „X“ aufgrund der aufgeführten „USPs“ ein weiteres feines Schmankerl für Thrasher, die es gerne einen Tick melodiöser mögen.

Autor:
Buffo Schnädelbach
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