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ARMORED SAINT

Carpe Noctum

Ausgabe: RH 358

Metal Blade/Sony (38:54)
Was soll bei einem Livealbum von ARMORED SAINT groß schief gehen? Eigentlich nichts, gelten die Kalifornier doch als Band, die es im Verlauf ihrer über 30-jährigen Karriere fertiggebracht hat, nicht einen einzigen Stinker zu veröffentlichen, und sich mit ihrem geschmackvollen US-Metal eine feine, wenn auch kleine Nische in der Szene sichern konnte. Auch wenn sich die großen Verkaufserfolge (leider) nie eingestellt haben, schätzen Fans das Quintett wegen der erstklassigen Musik und der mitreißenden Liveshows und können mit „Carpe Noctum“, dessen Tracklist nicht eine einzige Überschneidung mit dem 1988 veröffentlichten „Saints Will Conquer“ auffährt, wenig bis gar nichts falsch machen. Diskussionswürdig ist allerdings, dass es nur acht Songs aufs Album geschafft haben und dass die Produktion - um es vorsichtig auszudrücken - nicht als „state of the art“ durchgeht. Einerseits ist es sympathisch, eben nicht jeden stimmlichen Wackler von John Bush im Studio geradezubiegen, aber warum die exzellente Gitarrenarbeit beim Mix so weit in den Hintergrund gerückt ist, darf zumindest diskutiert werden. Oder handelt es sich letzten Endes nur um einen genialen Schachzug, um einen „nod to the old school“, der den Sound von „Carpe Noctum“ bewusst in die Nähe von legendären Radiomitschnitten aus den Achtzigern rückt? Wir wissen es nicht...

Autor:
Thomas Kupfer
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