Review

Reviews 8.5
Progressive

Arch/Matheos

Winter Ethereal

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 68:04
Erscheinungsdatum: 10.05.19
Ausgabe: RH 384

Auch wenn sowohl auf der 2003er EP „A Twist Of Fate“ als auch auf dem ersten ARCH/MATHEOS-Album „Sympathetic Resonance“ von 2011 Sänger John Archs Fates-Warning-Wurzeln immer offengelegt waren, konnte kein Song so unvermittelt an die begnadeten Mittachtziger-Werke „The Spectre Within“ und „Awaken The Guardian“ anknüpfen wie heuer ´Wanderlust´, eine Epic-Metal-Wunderkerze, deren Gesangslinien (VIELE Gesangslinien!) an die ganz, ganz großen Momente erinnern, nicht nur an ´The Sorceress´ oder ´Orphan Gypsy´, nein, sogar an ´Guardian´ oder ´The Apparition´ - alleine diese sechs Minuten machen „Winter Ethereal“ für die avisierte Klientel (als würde die eh auch nur einen Moment zögern...) zum Pflichtkauf Nummer eins. Von ähnlicher Güte und Magie zeugen der perfekte Opener ´Vermillion Moons´ sowie das vor allem vom Refrain lebende ´Straight And Narrow´, und auch die 13-minütige Schlussoffensive ´Kindred Spirits´, an deren Ende man den Sieg schließlich ruhig und entspannt über die Ziellinie bringt, offeriert brillante Momente en gros. Der Rest des Albums, auf dem sich neben Arch und Matheos neben dem beinahe kompletten Fates-Warning-Umfeld (Joey Vera, Bobby Jarzombek, Joe DiBiase, Mark Zonder...) u.a. Testament-Basser Steve DiGiorgio und Cynic-Tieftöner Sean Malone vorstellen, neigt dagegen - zumindest für die Möglichkeiten der Beteiligten - ein wenig zur (vor allem melodischen) Unauffälligkeit, da müssen dann doch schon mal die Super-Vocals, aber auch die wahnwitzigen Gitarren-Einfälle des Fates-Warning-Protagonisten das eine oder andere in die „Herausragend“-Kategorie hinüberwuchten, bevor´s ernsthaft zu Diskussionen kommt. Aber mei, wahrscheinlich ist man knapp 70-minütige Alben auch einfach nicht mehr gewöhnt, und in Connecticut hat man´s nur gut gemeint...


DISKOGRAFIE

John Arch:

A Twist Of Fate (2003)

Arch/Matheos:

Sympathetic Resonance (2011)
Winter Ethereal (2019)


LINE-UP

John Arch (v.)
Jim Matheos (g.)


DIE PATEN

Wer mit den folgenden Bands etwas anfangen kann, dürfte auch an „Winter Ethereal“ Gefallen finden:

Fates Warning * Redemption * OSI * Psychotic Waltz * Watchtower * Dream Theater * Rush * Vauxdvihl * Zero Hour * Sieges Even * Spiral Architect * Heaven´s Cry * Leviathan * Payne´s Gray * Disillusion * Pain Of Salvation * Haken * Periphery

Autor:
Boris Kaiser

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