Review

Reviews 8.0

ARCH ENEMY

War Eternal

Ausgabe: RH 325

Century Media/Universal (47:30)
Das gut einminütige, sich dramatisch aufbauende Intro hat was von einem Film-Score, danach beantwortet die für Angela Gossow eingestiegene Alissa White-Gluz die wohl drängendste Frage aller ARCH ENEMY-Fans: Ja, sie kann die Schuhe ihrer Vorgängerin füllen und versucht erst gar nicht, diese zu kopieren. Stattdessen kreischdeibelt sie sich mit nicht ganz so tiefer Stimme wie Frau Gossow durch die Songs ihres Debüts und macht dabei eine mehr als ordentliche Figur. Und auch Nick Cordle, der an der Gitarre Michael Amotts jüngeren Bruder Christopher abgelöst hat, präsentiert sich spieltechnisch auf höchstem Niveau, fügt sich perfekt in die Band ein und dürfte einen großen Anteil am hörbaren Enthusiasmus von Michael haben. Der brilliert mehr denn je mit neoklassischen Leads (´No More Regrets´!), die sogar an Yngwie Malmsteens große Tage erinnern, und schafft es noch so ganz nebenbei, dem knallharten Songmaterial Eingängigkeit und große Melodien zu spendieren. Das packend strukturierte ´You Will Know My Name´, die orchestrierten ´Time Is Black´ und ´Avalanche´ und der Titeltrack zählen zu den Höhepunkten einer erstklassigen, von Jens Bogren (Paradise Lost, Opeth, Kreator) gemixten und gemasterten Scheibe, die mit dem Instrumental ´Not Long For This World´ ausklingt und auch beim x-ten Durchlauf neue Details offenbart. Das ist neben der durchgehenden Qualität des Albums die wohl größte Leistung der Band.

Autor:
Thomas Kupfer

AMAZON EMPFEHLUNG

Interessante Artikel:


Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.