Review

Reviews 9.0

APOCALYPTICA

Cult

Ausgabe: RH 161

Jetzt wagen APOCALYPTICA etwas: Auf ihrem dritten Album covern die finnischen Paganinis auf den dicken Schwestern der Geige nur noch drei (Bonus-)Tracks, alle zehn regulären Songs sind auf Eicca Toppinens eigenem Mist gewachsen. Ganz hinten angefangen: Das Erfolgsrezept wird mit 'Fight Fire With Fire' noch mal herangezogen - also ein Metallica-Klassiker ins genauso aggressive Cello-Outfit gesteckt. Erneut sehr gelungen. Davor gibt's ausgerechnet 'Until It Sleeps', das Stück mit dem die Metallicats endgültig ihren Fans untreu geworden waren. Und gut für Ulrich & Co., den Song selbst nur so sparsam und trocken in Szene gesetzt zu haben: Die Finnen holen noch mindestens zehn Kilo Schmalz aus den Noten heraus, machen eine wirklich sehnsuchtsvolle Ballade daraus. Ganz anders wird mit Edvard Griegs 'Hall Of The Mountain King' umgegangen, einem schwungvoll-vorwitzigen, klassischen Musikstück, oft als kleines Liedchen intoniert. APOCALYPTICA hauchen dem Opus Macht, Bosheit und etwa Hinterlist ein. Aber die Hauptsache dieses Albums sind die eigenen Songs. Denn Thrash-Riffs und Tribal-Rhythmen haben sie drauf, dazu kommen jetzt Verstärker-Effekte, Sequenzer, Orchesterpauken, den Saiten werden orientalische Kadenzen abgerungen ('Pray!'), stimmige Melodien und wirklich fiese Riff-Ideen. 'Path', Struggle' und 'Hyperventilation' haben eine Spannung, Dunkelheit und Bedrohung (Hülfäh! - Red.), die nur wenige aktuelle Metal-Scheibchen mitbringen.

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.