Review

Reviews 9.0

ANVIL

Absolutely No Alternative

Ausgabe: RH 126

Die kanadischen Metal-Heroen sind nicht kleinzukriegen und immer noch für Überraschungen gut, wie sie u.a. auf der letztjährigen Tour mit den New Yorkern Overkill bewiesen haben, wo sie den live bekanntlich alles andere als schwachen Headliner plattgemacht haben. Aber auch auf Tonträger gibt man sich ruppig und ungestüm wie eh und je. ANVIL sind bekennende Metaller, die selbst kurz vor dem 20. Bandgeburtstag nicht den Kniefall vor dem Kommerz machen, sondern ihre gut geölten Gelenke zum Arschtreten benutzen. Immerhin war der letzte, völlig zu Unrecht etwas untergegangene Streich "Plugged In Permanent" ein Kracher allererster Güte, dessen songwriterische Klasse man auf "Absolutely No Alternative" nicht ganz erreicht. Macht aber nichts, denn das Energielevel ist gewohnt hoch, und Kompromisse kennt man eh keine. Songtitel wie 'Old School', 'Rubberneck', 'Piss Test' (cooles Intro!) oder 'Show Me Your Tits' (geile Rock'n'Roll-Nummer, die Lemmy nicht nur musikalisch zusagen dürfte) (Mega-Songtitel, ganz toll! - mr) (Gott, sei doch nicht so humorlos, Michael - fa) bringen's mal wieder auf den Punkt, und der unverwechselbar geile Lips'sche Gitarrensound sowie Mr. Reiners Mörderdrums lassen mich völlig ausrasten. Weitere Anspieltips sind die fetzigen 'Green Jesus' und 'Hair Pie' sowie das ohrenscheinlich den Hamburger Huren gewidmete 'Red Light'. Kritische Zeitgenossen werden zwar bemängeln, daß sich ANVIL darauf beschränken, die bekanntesten Passagen von Hits wie 'Jackhammer' , 'Metal On Metal', 'Forged In Fire' und 'Motormount' zum x-ten Mal zu recyclen, aber eine geile Metal-Scheibe mit Best of-Charakter ist mir immer noch tausendmal lieber als ein durchwachsenes Trendprodukt. In diesem Sinne: Leckt mich doch...

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