Review

Reviews 9.0

ANGEL WITCH

As Above, So Below

Ausgabe: RH 299

Rise Above/Soulfood (50:45)

Kein Geheimnis: ANGEL WITCHs selbstbetiteltes Debütalbum von 1980 gehört zu den großen Klassikern der NWOBHM. Die beiden Full-length-Nachfolger „Screamin´n´Bleedin´“ (1985) und „Frontal Assault“ (1986) dagegen waren zwar keine echten Stinker, ein bisschen schöngehört hat man sie sich ein Vierteljahrhundert lang aber schon. Damit ist jetzt Schluss: Beim Comeback-Album „As Above, So Below“ stimmt überraschenderweise wieder (fast) alles. Mainman Kevin Heybourne (v./g.) hat Spirit und Atmosphäre der ersten LP endlich herübergerettet, der Sound - verantwortlich: Jaime Gomez Arellano (Ghost, The Gates Of Slumber) - ist druckvoll und heftig, aber konservativ echt (tolle Drums!), und selbst das Coverartwork sieht so brillant aus wie das von „Angel Witch“. Und die Songs? Hervorragend! Die eine Hälfte - ´Dead Sea Scrolls´, ´Into The Dark´, ´Witching Hour´ und ´Guillotine´ - stammt noch aus den Achtzigern (und dürfte Insidern zum Teil bereits bekannt sein), die andere ist brandneu und - hört man sich die so fordernd arrangierten wie hochmelodischen ´Gebura´, ´The Horla´ und ´Brainwashed´ an - fast noch zwingender. 
Es ist vielleicht ein wenig früh, um vom „Comeback des Jahres“ zu sprechen, aber mit „As Above, So Below“ haben ANGEL WITCH die Latte bereits im März sehr, sehr hoch gelegt - und sie haben sich, 32 Jahre später, tatsächlich noch mal zum Szene-Protagonisten emporgeschwungen, zu dem man besser aufschauen sollte.

Autor:
Boris Kaiser
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.