Review

Reviews 8.5
Heavy Metal

ANGEL WITCH

Angel Of Light

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 47:54
Erscheinungsdatum: 01.11.19
Ausgabe: RH 390

Das selbstbetitelte 1980er ANGEL WITCH-Debüt mag auf „Neuankömmlinge“ zuerst ein wenig spröde wirken (vom sofort killenden Titelsong abgesehen), hat den „test of time“ aber so gut bestanden wie kaum ein zweites Album: Man kann sich an dieser Platte einfach nicht satthören, auch nicht nach fast 40 (!) Jahren. Die späten Nachfolger „Screamin´ N´ Bleedin´“ (1985) und „Frontal Assault“ (1986) stellen dagegen - vor allem wegen ebendieser ersten Visitenkarte sowie ihrer ansehnlichen Schäbi-Metal-Artworks - lediglich (recht teuer gewordene) Sammlerstücke dar, erst mit dem 2012er Comeback „As Above, So Below“ war man in der Lage, stilistisch und qualitativ an den Erstling anzuknüpfen. Ich habe zwar nicht das Gefühl, dass dem Ding ein besonders großer kommerzieller Erfolg zuteilgeworden ist, aber es hat die Band zumindest wieder ins Rampenlicht gerückt - auch live. „Angel Of Light“ rundet das klassische Triple weitere sieben Jahre später nun brillant ab, Mainman Kevin Heybourne präsentiert nicht nur einen der immer noch besten Gitarrensounds der Szene, sondern auch eine erneut schlicht zwingende Mixtur aus unnachahmlichen Signature-Riffs, sinnigen Solo-Ausflügen sowie einem unaufgeregten Songwriting mit diesen typischen Halb-Refains, die man am Anfang gerne mal „überhört“, die sich aber im Ohr einnisten wie Willi Wurm. Zwei der insgesamt acht Songs sind unspektakulär (´We Are Damned´, ´I Am Infamy´), der Rest changiert zwischen richtig gut (´Window Of Despair´, Titeltrack) und verdammt brillant - mit dem kleinen Hit ´Comdemned´ und dem zurückhaltenden ´The Night Is Calling´, das Bootlegger bereits seit den Achtzigern kennen und das in seiner aktuellen Inkarnation stark an Black Sabbath zu „Headless Cross“-Zeiten erinnert, an der Spitze.

Nach wie vor: „You´re the angel I adore!“

Autor:
Boris Kaiser
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