Review

Reviews 8.0

ANATHEMA

We´re Here Because We´re Here

Ausgabe: RH 278

KScope/Edel (58:14)

Schon der 2003er (!) Vorgänger „A Natural Disaster“ wilderte genauso im Alternative Rock wie in der eigenen Vergangenheit - „We´re Here Because We´re Here“ hat mit Metal endgültig nichts mehr zu tun. Die zwischen Postrock und Achtziger-Wave changierenden Gitarren unterstützen eine gesamtmusikalische Herangehensweise, mit der sich ANATHEMA ziemlich exakt zwischen ihre britischen Brüder Radiohead, Oceansize, The Unwinding Hours und vor allem Elbow platzieren. Noch nicht mal Porcupine Tree, deren Kopf Steven Wilson die Platte gemixt hat und die mit Sicherheit demnächst immer wieder als Vergleich herangezogen werden, scheinen (von ´Get Off, Get Out´ abgesehen) so richtig durch - wenn schon ´ne Wilson-Truppe, dann vor allem Blackfield, deren konsequentere Melancholie ANATHEMA mehr liegt.

Die ab und zu auftauchenden Streicher-Arrangements sind leider komplett überflüssig und erinnern an aktuelle Coldplay-Zuckerwatte; dafür hätte man sich die Band in Sachen Gesangsmelodien vor allem hinten raus ruhig ein wenig mutiger und offensiver gewünscht. Aber „We´re Here Because We´re Here“ ist ein Album-Album und kein Song-Album. Es braucht eigentlich keine Hits und fährt mit dieser Maxime letzten Endes ausgesprochen gut.

Autor:
Boris Kaiser
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