Review

Reviews 8.5

ANATHEMA

A Fine Day To Exit

Ausgabe: RH 173

Passend zur herbstlichen Zeit melden sich Liverpools Melancholie-Rocker mit einem neuen Werk zurück. Die Truppe um Sänger und Gitarrist Vinnie Cavanagh hat ihren Schwermütigkeits-Pfad weiter kultiviert und einmal mehr ein packendes Monumentalwerk zwischen geheimnisvoll-sphärischen Momenten und kraftvoll-vulkanistischen Parts (wat? - Red.) aus dem Boden gestampft. ANATHEMAs dicht gewobene Soundscapes scheinen noch zerbrechlicher als auf dem Vorgänger „Judgement“; sowohl in den von akustischen Gitarren durchzogenen, trippigen Ausführungen als auch in den Augenblicken, wenn sich die ruhigen Tropfen in mitreißende Wellen verwandeln. Die im Vorfeld aufgetauchte Mutmaßung, das Quartett würde sich insgesamt erneut ein Stückchen mehr Richtung Pink Floyd bewegen, kann nicht ganz von der Hand gewiesen werden; gleichzeitig haben die Jungs ihren ureigenen Stil sehr detailliert verfeinert und die Intensität ausgebaut.

Je öfter man die von Nick Griffith (Pink Floyd, Manson, Cast) produzierte Platte hört, desto mehr wächst sie, ob nun Songs wie die Uptempo-Nummer ´Panic´, das vom Downer-Grad schon fast an My Dying Bride heranreichende ´Underworld´ (cool!) oder das psychedelisch gewürzte, besinnliche ´Leave No Trace´ (Vinnie leidet hier in Bestform!).

Über all dem schweben erhabene Melodien, die sich ins Unterbewusstsein graben und für wohlige Schauer sorgen. Jetzt noch Radioheads „OK Computer“ als atmosphärisch adäquates Pendant hinterher gehört, und alles ist gut.

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