Review

Reviews 7.5

AMPLIFIER

Mystoria

Ausgabe: RH 328

Superball/EMI (45:28)
„Mystoria“ hat eine kuriose Vorgeschichte. Die Platte wurde bereits vor einigen Jahren parallel zu „The Octopus“ geschrieben, während der Aufnahmen ging der damals ohne Labeldeal arbeitenden Band allerdings das Geld aus, weswegen mit „Echo Street“ auf die Schnelle ein deutlich simpleres (und extrem gutes) Album aus dem Boden gestampft werden musste. Jetzt ist „Mystoria“ endlich fertiggestellt, kann die hohen Erwartungen allerdings nicht ganz erfüllen. Ja, aufwendig und facettenreich sind die düsteren, spacigen Arrangements, und mit dem Instrumental ´Magic Carpet´ (einer Art stählerner Verbeugung vor Holsts ´Mars, The Bringer Of War´) und dem Stoner-Psych-Hammer ´Black Rainbow´ geht´s auch grandios los, danach verflacht die Platte aber. Bei ´Named After Rocky´ langweilt das Gitarrenriff, bei ´Cat´s Cradle´ die Gesangslinien, ´Bride´ und ´Open Up´ klingen dann wieder besser, wärmen jedoch letztlich nur bekannte AMPLIFIER-Versatzstücke auf, und auch der Rest der CD klingt nett, aber nie magisch. Mastermind Sel Balamir scheinen coole Finster-Floyd-Sounds und monolithische Riffs momentan wichtiger zu sein als jene großen Melodien, die „Echo Street“ so wunderbar machten. Schade.

Autor:
Michael Rensen
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