Review

Reviews 9.0

AMORPHIS

Under The Red Cloud

Ausgabe: RH 340

Nuclear Blast/Warner (50:02)
AMORPHIS setzen mit „Under The Red Cloud“ den auf „Circle“ eingeschlagenen Weg konsequent fort: Anstatt sich auf radiokompatible Singles zu konzentrieren, besinnt sich die Band auf ihre harten Death-Metal-Wurzeln. Doch damit allein sind AMORPHIS 2015 nicht zu erklären: Die sechs Finnen scheren sich einen Dreck um Szene-Konventionen und grasen in 50 Minuten Progressive-, Death-, Black-, Symphonic- und Folk Metal ab. Dass diese stilistische Gratwanderung gelingt, ist erneut dem erstklassigen Songwriting und den enorm wandelbaren Vocals von Tomi Joutsen zu verdanken. Egal, ob die Band sich an modernen Grooves mit Rammstein-Riffing (´Bad Blood´), Black-Metal-meets-Pop-Refrain-Achterbahnfahrten (´Dark Path´), orientalischen Prog-Klangexperimenten (´Death Of A King´, ´Enemy At The Gates´) oder Folk-Schlenkern (´Tree Of Ages´) versucht: Heraus kommen Hits mit eingängigen Refrains. Produzent Jens Bogren hat zudem beim transparenten Mix das Kunststück bewerkstelligt, keines der zahlreichen Instrumente absaufen zu lassen, den Sound auf der anderen Seite aber auch nur selten zu überfrachten. AMORPHIS-Sprachrohr Esa Holopainen ordnet „Under The Red Cloud“ bereits jetzt als eines seiner drei liebsten AMORPHIS-Werke ein. Es fällt nicht schwer, ihm auf Anhieb zuzustimmen.

Autor:
Ronny Bittner

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