Review

Reviews 9.0
Doom Metal Folk Metal

AMORPHIS

Queen Of Time

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 57:36
Erscheinungsdatum: 25.05.2018
Ausgabe: RH 373

AMORPHIS mit Orchester, Chorgesängen, Flöten und Saxofon? Die Vorstellung hat wohl nicht nur bei mir zunächst ein leichtes Unwohlsein mit Rhapsody- oder Nightwish-Assoziationen hervorgerufen. Vollkommen zu Unrecht allerdings, denn Produzent Jens Bogren wusste ganz genau, was er da tat. Die genannten Elemente werden auf „Queen Of Time“ geschmackvoll und keineswegs überpräsent eingesetzt und verleihen der Platte genau die richtige Würzmischung, um gegen den großartigen Vorgänger „Under The Red Cloud“ nicht abzustinken, sondern vielleicht sogar noch eine Schippe draufzulegen. Die Finnen gehen hier nicht nur gewohnt melancholisch (´Grain Of Sand´), folkig (´Message In The Amber´) und brachial (´Heart Of The Giant´, ´The Bee´) zu Werke, sondern überzeugen auch mit orientalischen Klängen (´The Golden Elk´) und einer sanften, geradezu verträumten Seite - wie beim ganz großen ´Amongst Stars´ mit Anneke van Giersbergen. Der Spagat zwischen hart und zart nach einem doppelten Kreativitätssalto hinaus aus dem Genre-Käfig ist der Band auf diesem Album die leichteste Übung.

Autor:
Alexandra Michels
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