Review

Reviews 8.0
Hard Rock Heavy Metal

AMBUSH

Infidel

Label: High Roller/Soulfood
Dauer: 43:05
Erscheinungsdatum: 13.03.20
Ausgabe: RH 395

Erste Ausbruchsversuche aus der selbstgeschneiderten Priest-Corsage haben AMBUSH schon auf ihrem Zweitwerk „Desecrator“ unternommen; Kollege Kupfer lobte die feierfreudigen Schweden mit Topsänger Oskar Jacobsson seinerzeit explizit für ihre Schlenker gen US-Rock Marke Keel, Lizzy Borden, Icon oder Leatherwolf. Viereinhalb Jahre (und abertausende Biere) später rollt die Växjö-Bande mit „Infidel“ an - und hat beim Kontrast zwischen Leder und Samt noch mal kräftig nachgeregelt. Aus den Schlenkern sind ganze Songs erwachsen, drei an der Zahl, wobei das vorab veröffentlichte ´Hellbiter´ mit astreinen Hitqualitäten hervorsticht, während sich ´Yperite´ mit seinen arg an ´Grinder´ angelehnten Riffs schon beim dritten Durchlauf als erster Skipper qualifiziert, Western-Mundharmonika hin oder her. Die wahren Stärken der Band liegen weiterhin im Uptempo. Hier chromblitzen die Gitarren, umarmen sich die Leads so geschmeidig und kraftvoll, dass einem nebst erwähnten Leatherwolf (und natürlich Priest/Accept) auch Vicious Rumors vors innere Ohr laufen. ´A Silent Killer´ dürfte sich zur neuen Bandhymne mausern, der Rest bewegt sich qualitativ nur knapp drunter. Kein Überknaller also, dieses dritte Album, aber ein klares Statement, mit dem sich AMBUSH in der erweiterten Spitzengruppe der jungen Traditionalisten festkrallen werden. Skål, ihr Wilden!

Autor:
Ludwig Krammer
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