Review

Reviews 4.5
Modern Metal Hard Rock

AMARANTHE

Manifest

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 40:19
Erscheinungsdatum: 02.10.2020
Ausgabe: RH 400

Nicht viele Bands kommen damit durch, Pop mit Death Metal zu kombinieren und damit Erfolg zu haben, dahingehend muss man vor AMARANTHE den Hut ziehen - genau wie vor den spielerischen/gesanglichen Fähigkeiten der Herren und Dame. Tatsächlich klingen die Schweden auf „Manifest“ eine mikroskopische Winzigkeit kantiger und besingen gar den Fall Luzifers (´Archangel´). An eingängigen Refrains mangelt es Frontfrau Elize Ryd & Co. nicht (´Adrenaline´, ´Make It Better´, ´Strong´), allerdings ist der Pop-Anteil so schwindelerregend hoch, dass man sich fragt, ob Stromgitarre und Growls nicht komplett aus Versehen auf einer Neunziger-Eurodance-Platte gelandet sind. Irgendwie bezeichnend, dass neben der Schwedentod-trifft-Abba-Nummer ´BOOM!1´ ausgerechnet die weitestgehend Synthie-befreite Ballade ´Crystalline´ einer der authentischsten und Metal-ähnlichsten Songs des Albums ist. Echt nicht meine Erdbeerbrause.

Autor:
Alexandra Michels
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