Review

Reviews 8.0

ALICE IN CHAINS

The Devil Put Dinosaurs Here

Ausgabe: RH 314

Capitol/Universal (67:24)

Eins vorweg: Die überragende Klasse ihres Comebacks „Black Gives Way To Blue" erreichen ALICE IN CHAINS mit dem sperrig betitelten „The Devil Put Dinosaurs Here" nicht ganz, nach mehreren Durchläufen kristallisieren sich aber auch auf diesem Longplayer diverse Hochkaräter heraus, die sich im Bandkanon einen festen Platz erobern dürften. ´Voices´ beispielsweise hätte nicht zuletzt aufgrund der dominierenden Akustikgitarren auch auf der „Jar Of Flies"-EP eine prima Figur abgegeben, das unterkühlte Titelstück gefällt nicht zuletzt wegen seiner Distanziertheit, und ´Breath On A Window´ oder ´Scalpel´ wissen bei aller Melancholie mit griffigen Melodien zu verzaubern. Anno 2013 hinterlassen ALICE IN CHAINS mehr denn je den Eindruck, die Band von Mastermind Jerry Cantrell zu sein, der dem Sound mit seinem charakteristischen Riffing und den mehrstimmigen Vocal-Arrangements nachdrücklich seinen Stempel aufdrückt und anlässlich des letzten Albums von Michael Rensen völlig zu Recht als Tony Iommi des Grunge bezeichnet wurde.

Machen wir es kurz: „The Devil Put Dinosaurs Here" ist nicht die am hellsten strahlende Sternstunde der Seattle-Legende, bietet aber immer noch bessere Songs als 99 Prozent der Konkurrenz.

Autor:
Thomas Kupfer
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