Review

Reviews 8.5

ALICE COOPER

Welcome 2 My Nightmare

Ausgabe: RH 293

Universal (64:31)

Auch wenn die Bedenken naheliegend sind: „Welcome 2 My Nightmare" ist kein lauwarmer Aufguss des ALICE COOPER-Klassikers aus dem Jahr 1975, sondern ein eigenständiges Album, das mit stilistischer Breite, gelungenen Referenzen zum Original und guten Kompositionen glänzt. Unter den zahlreichen Gastmusikern befinden sich u.a. Michael Bruce, Dennis Dunaway und Neil Smith von der alten Alice Cooper Band, die im flotten ´Runaway Train´, der mit einem Sechziger-Jahre-Rolling-Stones-Vibe versehenen ersten Single ´Bite Your Face Off´ und dem düsteren Siebziger-Track ´When Hell Comes Home´ zu einer Reise in die musikalische Vergangenheit des Schockrockers einladen. Aber auch Musiker der Gegenwart geben sich auf dem 26. Studioalbum des 63-Jährigen die Klinke in die Hand. So ist Buckcherry-Gitarrist Keith Nelson auf dem dreckigen Rocker ´Caffeine´ zu hören, Horror-Ikone Rob Zombie gastiert im höllisch eingängigen Breitband-Hardrock-Ohrwurm ´The Congregation´, Gitarrist John 5 lässt das Ende des schrägen ´Disco Bloodbath Boogie Fever´ mit einem Solo ausklingen, und Popgöre Kesha singt überraschend gut auf dem rotzigen, mit dezenten Dance-Sounds versehenen ´What Baby Wants´. Ebenfalls hörenswert: der leichtfüßige, an Tom Waits erinnernde Midtempo-Ohrwurm ´Last Man On Earth´ und die bereits 1975 komponierte Ballade ´Something To Remember Me By´. „Welcome 2 My Nightmare" ist nicht nur gut, sondern darf sich zu den besten ALICE COOPER-Platten zählen.

Autor:
Conny Schiffbauer
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