Review

Reviews 8.5

ALICE COOPER

Dirty Diamonds

Ausgabe: RH 218

(46:44)

„Back to basic" scheint nach wie vor die vorantreibende Maxime für ALICE COOPER zu sein. Zumindest zieht sie sich als roter Faden ähnlich dominant durch die neueste Veröffentlichung des musikalischen Verwandlungskünstlers aus Detroit wie schon auf „The Eyes Of Alice Cooper" - im Ergebnis nun allerdings überzeugender. Und vor allem mit größerem Respekt vor der eigenen Vergangenheit. Dies sollte ganz besonders die vielen Verehrer von Coopers famosen Siebziger-Veröffentlichungen freuen, denn „Dirty Diamonds" orientiert sich erfreulich stark an Klassikern wie „Love It To Death", „Killer" oder straighteren Momenten von „School´s Out" und damit auch an großartigen Songs in tiefer Stones- und The-Who-Tradition. Lediglich die mit James-Bond-Filmmusik unterlegte Kyuss-Adaption des Titelsongs und ´Run Down The Devil´ fallen konzeptionell etwas aus dem Rahmen, wobei gerade letztere Nummer mit durchgängigem Beat und prächtiger Max-Martin-Schlagseite (allerdings ohne klebrigen Teenie-Pop-Appeal!) eine todsichere Hitsingle abgeben wird. Stimmlich scheint Alice in einen Jungbrunnen gefallen zu sein und hat endlich zu seinem berüchtigten Sinn für schelmischen Wortklang und schwarzen Humor zurückgefunden: herrlich!

Erfreulich eigenwillig und überraschend retro - und auch ohne pseudometallische Flach-Hits à la ´Poison´ ein schmuckes Highlight im Katalog von ALICE COOPER.

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