Review

Reviews 8.0
Folk Metal Hard Rock

ALESTORM

Curse Of The Crystal Coconut

Label: Napalm/Universal
Dauer: 43:54
Erscheinungsdatum: 29.05.2020
Ausgabe: RH 397

PLUS-MINUS

Während Kollege Peters beschwingt zu „Curse Of The Crystal Coconut“ die Rum-Buddel leert und ich (natürlich in zwei Metern Abstand) die Piratenflagge schwinge, höre ich im Geiste schon die „Ausverkauf!“-Unkenrufe, denen ALESTORM den (selbst-)ironischen Opener ´Treasure Chest Party Quest´ entgegensetzen. Wer die Schotten mag, wird ihre neue Platte lieben, und auch darüber hinaus dürfte das Album eine breite Hörerschaft erreichen. Neu ist das Piraten-Folk-Party-Metal-Gemisch nicht unbedingt, allerdings setzt die Band um Captain Christopher Bowes mit Thrash-, Pagan-, Reggae- und kleinen Rap-Ausflügen genreübergreifende Akzente und ihre Gastmusiker (u.a. Geigerin Ally Storch, Finntroll-Fronter Vreth) sinnvoll ein. Die Scheibe sorgt für gute Laune und zahlreiche Text-Grinser - genau das, was man in dumpfen Corona-Zeiten für seine Ein-bis-zwei-Personen-Party gebrauchen kann.

Alexandra Michels

8

Ich bin es eigentlich leid, über den Kaffeesatz der Metal-Szene zu lästern, den manche Labels regelmäßig aus ihren Kaffeetassen kratzen und gewinnbringend an wen auch immer verkaufen. Auch sollen diese ständigen Lästereien nicht heißen, dass ich mich für etwas Besseres halte als die offensichtlich vielen Menschen, die Bands wie ALESTORM mit Freude hören. Aber „Curse Of The Crystal Coconut“ ist sowohl musikalisch als auch inhaltlich genauso seicht wie seine Vorgänger, und auch wenn wir uns momentan vielleicht häufiger denn je vorübergehend aus der Realität ausklinken sollten, gibt es dafür zig gehaltvollere Angebote. Danke und weg.

Andreas Schiffmann

3

Autor:
Alexandra Michels
Andreas Schiffmann
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