Review

Reviews 7,5
Doom Metal

DREAD SOVEREIGN

Alchemical Warfare

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 51:58
Erscheinungsdatum: 15.01.2021
Ausgabe: RH 403

Er lebt, liebt und feiert All Things Metal so sehr und auf so charmant nerdige, ehrliche (und eitle) Art und Weise, dass man Primordials Alan „Nemtheanga“ Averills Nebenprojekte immer auch als zitatreiche Verneigung vor der Geschichte des Genres verstehen muss. DREAD SOVEREIGN, Alans Vehikel für All Things Doom, liefern jetzt ihr drittes Vollalbum ab und haben dafür u.a. 'You Don't Move Me (I Don't Give A Fuck)' gecovert; ein Schmankerl für Szenechecker, denn mit dem Originalsong lieferte ein anderer Besessener, namentlich Quorthon selig, im Jahr 1983 venomesken Radau ab. Tatsächlich steht die Wahl dieses eher obskuren Demofrühwerks aber stellvertretend für genau die eine Geschmacksnote zu viel, die „Alchemical Warfare” (ja, genau: Slayer) in der Gesamtschau leider etwas gestaltlos erscheinen lässt: Getragene, kilometertief ausholende Schwere bleibt die Kernkompetenz des Trios ('The Great Beast We Serve'), der gelegentliche Anstrich von Rotz'n'Rumpel funzt dagegen leider nicht so recht. Man muss gut auch einfach mal gut sein lassen.

Autor:
Thorsten Dörting
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