Review

Reviews 8.0

AHAB

The Boats Of The Glen Carrig

Ausgabe: RH 340

Napalm/Universal (56:31)
Mit Funeral Doom allein kommt man AHAB längst nicht mehr bei, und „The Boats Of The Glen Carrig" ist ihr bislang buntestes Album geworden, wozu man nicht erst das Cover als Beleg heranführen muss. Mancher mag zwar als Effekthascherei abtun, dass das Quartett seinen jeweils längsten und schnellsten Song bietet und zum ersten Mal ein ganzes Stück lang durchgehend mit klarem Gesang arbeitet, aber die kompositorische Substanz hinter dem einmal mehr literarisch beeinflussten Werk straft solche Nörgler Lügen. Die fünf Stücke klingen lange nach und verzeichnen die höchste Dichte an Hooks bzw. griffigen Melodien in der Diskografie dieser Band, die obendrein schlicht deshalb wichtig ist, weil sie als eine der wenigen innerhalb ihrer Mikroszene das Potenzial zur Verbrüderung unterschiedlicher Hörerschichten hat, ohne nur im Ansatz den Konsens zu bedienen. Kunststück? Aber hallo!

Autor:
Andreas Schiffmann
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