Review

Reviews 8.5

AFTER ALL

Dawn Of The Enforcer

Ausgabe: RH 303

Ván/Soulfood (44:38)

AFTER ALL geht es ein bisschen wie Perzonal War: Obwohl die Thrasher aus Belgien seit Mitte der Neunziger in regelmäßigen Abständen amtliche Scheiben veröffentlichen, kommt das Quintett nicht richtig vom Fleck. Höchste Eisenbahn, dass sich mit dem achten Studioalbum daran was ändert. Mit Dan Swanö (u.a. Marduk, Hail Of Bullets, Opeth, Asphyx, Pain) konnte man dafür erneut einen alten Fahrensmann in Sachen Sound verpflichten, und das Cover von Ed Repka (Megadeth, Death, Nuclear Assault usw.) dürfte auch die meisten Metalheads ansprechen. Am wichtigsten ist und bleibt aber die Mucke, und die stimmt auf „Dawn Of The Enforcer“ mehr denn je. Im Vergleich zum starken „Cult Of Sin“-Vorgänger (2009) können AFTER ALL heuer sogar noch einen Tacken drauflegen, woran der neue Mann am Mikro großen Anteil hat. Zwar war auch sein Vorgänger Piet Focroul nicht von schlechten Eltern, aber letztlich harmoniert Sammy Pelemans theatralischer Sirenengesang irgendwo zwischen John Cyriis (Agent Steel), Rob Halford, Gerrit P. Mutz (Sacred Steel) und Eric A.K. (Flotsam And Jetsam) noch besser mit dem old-schooligen Thrash- und Speed Metal amerikanischer Prägung. Da passt es ins Bild, dass mit Joey Vera (Armored Saint, Fates Warning), Steve Smyth (Forbidden) und dem Agent-Steel-Gitarrenduo Juan Garcia/Bernie Versailles gleich vier Amis als Gastmucker zu hören sind.

Anspieltipps: die Speedgranaten ´Parasite Within´, ´Timeless Machine´ und ´My Own Sacrifice´, die Halbballade ´To Breach And Grieve´ sowie die Flotsam-artige Midtempo-Hymne ´Betrayed By The Gods´.

Autor:
Buffo Schnädelbach

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