Review

Reviews 7.0

ABBATH

Abbath

Ausgabe: RH 344

Season Of Mist/Soulfood (40:52)

Prinzipiell ist „Abbath“ eine gute Platte geworden. Eine mitreißende hingegen eher weniger, aber das hat ja auch kaum jemand von Olve Eikemo erwartet. Dazu kommen wir noch. Zunächst sei festgehalten, dass das Debütalbum von ABBATH weniger nach dessen alter Band klingt als vielmehr nach King Ov Hell, der zweiten verschrobenen Witzfigur, die sich der Norweger ins Boot geholt hat. (An den Drums sitzt übrigens Creature. Nur so nebenbei.) Kenner der früheren Arbeiten von Tom Cato Visnes (u.a. Gorgoroth, God Seed) wissen, was Sache ist: schnell nach vorne gehender Black Metal mit Thrash-Anleihen, mäßigem Wiedererkennungswert und Bass-Spuren, die sich auf dem Weg zur Hölle irgendwo vergaloppiert haben. Die epischen Gitarrenbögen und Riffs vom Chef kommen am ehesten noch bei ´Root Of The Mountain´ zum Tragen, ansonsten dominiert eine ziemlich ernsthaft vorgetragene Attacke. Was ja wie gesagt nicht schlecht ist. Allerdings stellt sich am Ende die Frage, was der geneigte Fan von der Bergen-Ikone eigentlich erwartet, und da fällt die Antwort eindeutig aus: auf die Bühne fliegende Plüschpandas, Crab-Dance und Blashyrkh Mighty Ravendark, Alter. Eine Welt, in der es ohnehin immer weniger zu lachen gibt, hätte eine Immortal-Reunion jedenfalls dringlicher gebraucht als diese Platte.

Autor:
Wolfgang Liu Kuhn

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