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REVIEW 8.5 01.07.2020

(Album, RH 398, 2020)

SIREN - Back From The Dead

Lange hat es gedauert, nun melden sich SIREN nach über 30 Jahren mit einem neuen Album zurück. Und um es vorwegzunehmen: Das Warten hat sich gelohnt. Mastermind Doug Lee hat weitgehend auf alte Bandmitglieder zurückgegriffen und Jim Morris (im neuen Morrisound-Studio) das Mastering anvertraut. Die Truppe wandelt weiterhin an der Trennlinie von US- und Progressive Metal und kann das Niveau des letzten Albums aus den Achtzigern locker toppen. Das überrascht umso mehr, da das Songwriting weitgehend auf das Konto von Neuzugang Todd Grubbs (ex-Atomic-Opera) geht. Und das ist recht abwechslungsreich ausgefallen und wird von Frontsirene Doug Lee mit seiner immer noch außergewöhnlich melancholischen Stimme und Persönlichkeit gekonnt veredelt. Während der Albumtitel perfekt passt, ist das Cover in der Umsetzung eher wieder suboptimal ausgefallen. Ergänzend zum Hörerlebnis der neuen Scheibe bietet sich das kostenlose E-Book zur frühen Band-History an (www.intersonic.com/siren_the_early_years.pdf). Comeback gelungen! 4 Fragen an SIREN-Drummer Ed Aborn: Ed, wie kam es zu eurem Comeback-Album? »Nachdem wir uns recht unerwartet wieder zusammengetan haben, stand erst mal die Vorbereitung fürs Keep It True an. Dabei erkannten wir, wie viel Freude uns die Band bereitet. Die alten Songs einzustudieren, half uns, den alten Spirit wiederzugewinnen. Als es dann darum ging, unseren Backkatalog auf dem Album „Up From The Depths“ zu veröffentlichen, war uns klar, dass auch neues Material dabei sein musste. Die zwei neuen Stücke überzeugten uns und unsere Fans. Und nach dem geglückten Auftritt beim KIT war klar, dass wir ein ganzes Album mit neuem Material aufnehmen würden.« Wie fühlt es sich an, „Back From The Dead“ zu sein? »Großartig! Wir hatten eigentlich nie an ein Comeback gedacht. Mit der Einlandung zum KIT kam alles wieder in Bewegung. Der Ausflug nach Deutschland und unser Dokumentationsvideo „I´m Too Old For This Shit!“ sind mit vielen tollen Erinnerungen verbunden. Auf das neue Album sind wir verdammt stolz, und die Band ist derzeit aktiver denn je. Die letzten Jahre kann uns keiner mehr nehmen!« Für den tollen Sound der Scheibe ist Legende Jim Morris mitverantwortlich. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm? »Das war großartig. Jim ist einer der ganz großen Soundtüftler und dazu ein cooler Typ. Zudem kann ich mich glücklich schätzen, ihn seit über 30 Jahren als Freund zu bezeichnen. Zudem war ich es, der die erste Homepage seines Studios 1994 erstellte. Nachdem sie ihre alten Studio-Utensilien an das Trans-Siberian Orchestra verkauft haben, ist das neue Studio von Jim und Tom ganz toll geworden. Ohne Toms Mitarbeit wäre das neue Album unvorstellbar gewesen.« Mit Wolf Hoffmann von Accept verbindet dich eine ganz besondere Beziehung. Wie kam es dazu? »In den Anfängen konnte man SIREN fast als Accept-Coverband bezeichnen. Mittlerweile sind Wolf und Gaby Hoffmann, die ich seit 1999 kenne, wie eine Familie für mich. Und der Zweitname meiner Tochter ist nicht ohne Grund Gabriele, nachdem Gaby eine Zeit lang wie eine zweite Mutter für meine Frau gesorgt hat. Am Comeback von Accept bin ich auch etwas beteiligt. Seit langem bin ich mit Rich Ward und Chris Jericho von Fozzy befreundet. Als es die ersten Gerüchte über ein Accept-Comeback gab, hat mich deren Mixer Andy Sneap gefragt, ob ich bei Accept ein gutes Wort einlegen könnte, da er das Album gerne produzieren würde. Gesagt, getan! Wir trafen uns in Nashville, und ich stellte Wolf Andy vor. Der Rest ist Geschichte.« (wk)

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