Teaser

Teaser

Teaser

REVIEW 7.5 20.11.2019

(Album, RH 391, 2019)

DESPISED ICON - Purgator

PLUS-MINUS „The Ills Of Modern Man“, das 2007er Album der Kanadier DESPISED ICON, gehört noch immer zu den besten Deathcore-Platten ever, an diesem Meisterwerk konnte kaum mehr eine andere Genre-Band kratzen. Das hochpräzise Geballer des Montreal-Septetts ist ziemlich einzigartig, auch weil sich zwei Brüllköter das Mikro teilen, die sich in ihren artistischen Grunz/Brüll/Kreisch-Einlagen förmlich sekündlich übertreffen. DESPISED ICON haben versucht, in den Jahren danach das Erfolgsrezept weiter durchzuziehen, wobei sich der Sound ein wenig abnutzte, auch weil er von anderen Bands kopiert wurde. Mit dem Abebben der Deathcore/Metalcore-Welle sind DESPISED ICON erstaunlicherweise wieder emporgekommen und liefern nun mit „Purgatory“ ihr sechstes Full-length-Werk ab, das coolen, extrem fetten Bollo-Deathcore bietet, der von extravaganten Breakdowns, einem klinisch-sauberen Sound und den bereits erwähnten „Sangeskünsten“ der beiden Frontmänner lebt. Wobei es unfair wäre, das hohe spielerische Niveau der Instrumental-Fraktion zu verschweigen, denn die drei Gitarristen und der wahnsinnige Drummer haben einiges auf dem Kasten, was man auch live erleben kann. Die nicht gerade kleine Fanschar der Ahornblätter wird seine helle Freude an „Purgatory“ haben. Patrick Schmidt 7,5 „The Ills Of Modern Metal“ - so hätten DESPISED ICON ihre neue Sammlung von Stakkato-Riffs, Dauer-Wutausbrüchen und falsch motivierter Virtuosität (man frickelt halt, weil man kann und dem eigenen Ego schmeicheln will) ebenso gut nennen können. Stattdessen führen sie den potenziellen Hörer wahrlich durch ein Fegefeuer, bloß dass niemand geläutert daraus hervorgeht, sondern mit der Erkenntnis in die irdische Hölle zurückkehrt, dass hier mal wieder jemand nur zu den Bekehrten gepredigt hat. „Purgatory“ weist empfindlich auf die Verstocktheit und kreative Armut hin, die beileibe nicht nur in diesem Subgenre vorherrscht; da wird sklavisch ein bestimmter Sound mitsamt den zugehörigen Stilmitteln wiedergekäut, ohne dass Songs oder wenigstens klare Absichten erkennbar werden. Kann man auch „Spartenprodukt“ nennen, das. Andreas Schiffmann 3,5

Teaser

Teaser

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.