Review

Reviews 8.5

3 INCHES OF BLOOD

Advance And Vanquish

Ausgabe: RH 213

(50:43)

Als Hammerfall die Szene mit ihrem Debüt im Sturm eroberten, waren es die Frische, der ehrliche Metal-Spirit und die unschuldige Naivität, die begeisterten. „Alte“ Musik von „jungen“ Musikern gespielt - und das in einer Zeit, in der traditioneller Metal alles andere als angesagt war.

3 INCHES OF BLOOD aus Vancouver, die mit „Advance And Vanquish“ bereits ihr zweites Album vorlegen (das Debüt „Battlecry Under A Winter Sun“ ging vor knapp drei Jahren sang- und klanglos unter), haben dieselben Qualitäten wie Hammerfall seinerzeit: Sie klingen genauso frisch und unverbraucht, obwohl ihr Sound überdeutlich an die Größen der Achtziger-Metal-Szene angelehnt ist. Der hohe, schrille Gesang erinnert an eine Mischung aus Udo Dirkschneider und Rob Halford, die Gitarren basieren auf klassischen Maiden/Priest-Riffs, das „Metal-Piraten“-Image kommt von Running Wild, und das Songwriting kombiniert „alles, was an harter Musik vor 1985 gut war“. Originellerweise gibt es bei 3 INCHES OF BLOOD noch einen zweiten Sänger, der etwas im Hintergrund agiert und Death-Metal-Growls beisteuert. Dadurch knallt „Advance And Vanquish“ eine ganze Ecke härter aus den Boxen als beispielsweise Hammerfall, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Wem die Schweizer Killer aus den Achtzigern oder die schwedischen Newcomer Bullet ein Begriff sind, der dürfte eine ziemlich genaue Vorstellung vom Sound dieser selbst ernannten „Feinde des Nu Metal“ haben. Alle anderen sollten sich eine Mischung aus Accept, Priest und AC/DC, druckvoll produziert von Neil Kernon (u.a. Queensryche, Priest, Nevermore), mit viel jugendlichem Charme vorstellen. Und weil 3 INCHES OF BLOOD genau wissen, wo der Hammer hängt, haben sie sich das Cover gleich noch von Megadeth-Legende Ed Repka anfertigen lassen. Ihr habt Geschmack, Jungs!

Autor:
Götz Kühnemund
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