DEF LEPPARD-Gitarrist Vivian Campbell sprach vor Kurzem öffentlich über seine erneut aufgetretene Krebserkrankung.
2013 erhielt DEF LEPPARD-Mitglied Vivian Campbell (Foto links) erstmals die Diagnose Hodgkin-Lymphom. Die Möglichkeit, trotzdem weiter Musik machen zu können, half dem Musiker damals durch schwere Zeiten. Auch als der Krebs zurückkehrte, verlor Campbell nicht den Mut. Im Gespräch mit "Radio YSKL MF" berichtete er über die letzten Jahre:
" Ich schätze mich sehr glücklich, weil mein Krebs frühzeitig erkannt wurde. Daher ging es für mich immer eher darum, mit meiner Krebserkrankung umzugehen. Es gab nur ein einziges Mal, da hatte ich das Gefühl, dass er mich umbringen würde. Im Winter 2023 bekam ich große Angst vor dem, was geschah, und vor dem Tempo, in dem es voranschritt. Und mir wurde in diesem Moment klar, dass ich eine Transplantation von einem Spender vornehmen lassen musste. Das war meine einzige Hoffnung zu überleben. Und genau das habe ich getan. Im Januar 2025 habe ich eine Transplantation von einem Spender vornehmen lassen. Leider hat sie nicht angeschlagen. Der Krebs ist also zurückgekehrt. Und ich setze die Behandlungen fort, um ihn in Schach zu halten. Wahrscheinlich werde ich in ein paar Jahren eine weitere Transplantation mit einem anderen Spender vornehmen lassen müssen, um zu versuchen, herauszufinden, ob mich das vielleicht heilen könnte. Aber in der Zwischenzeit werde ich sicherlich nicht einen Gang zurückschalten. Ich mache so viel wie möglich aus meinem Leben, nicht nur mit DEF LEPPARD und mit LAST IN LINE. Ich fahre auch Rallye. Das wollte ich schon immer machen. Ich liebe nämlich Autos und ich liebe das Fahren. Als Kind dachte ich: 'Wenn ich nicht meinen Lebensunterhalt mit Gitarrespielen verdiene, werde ich Rennfahrer.' Ich bin also sehr, sehr, sehr glücklich und dankbar, dass ich beides tun darf.
Das Leben ist für die Lebenden da. Und ich ermutige euch alle, auf eure eigene Gesundheit zu achten. Wenn man das Pech hat, eine Krebsdiagnose zu erhalten, sollte man die Angst überwinden. Angst ist unvermeidlich, wenn man diese Worte zum ersten Mal hört. Aber sobald man das überwunden hat, muss man sich klar machen, wie man damit umgeht und wie man so gut wie möglich damit zurechtkommt – und darf einfach nicht aufgeben."
Alles Gute, Vivian!