Das "Parliament Of Pop – Ticketing goes Bundestag"-Event findet am 20. Mai ab 18:30 Uhr Paul-Löbe-Haus in Berlin statt und ist auch per Stream zu sehen.
Das "Parliament Of Pop" ist ein journalistisches Format, welches Pop und Politik kombiniert. Es ist überparteilich angelegt und besetzt. Gastgeber sind die Bundestagsabgeordneten Dr. Johannes Fechner und Martin Rabanus von der SPD. Weitere Infos findet ihr hier. Für die Teilnahme vor Ort ist eine Akkreditierung erforderlich, darüber hinaus ist die Veranstaltung aber auch im Live-Stream verfügbar.
Konzerttickets zu Wucherpreisen? Im Trubel der internationalen Schlagzeilen kein Thema für die großen Talkshows. Für Fans von Popstar-Konzerten hingegen dringlicher denn je. Die Causa steht sogar im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Zu diesem vielschichtigen Format laden die Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner und Martin Rabanus von der SPD erstmals zum "Parliament of Pop - Ticketing Goes Bundestag" nach Berlin ein. Das Geschäft mit Eintrittskarten ist zum Aufregen geworden. Jahrelang relativ unreguliert, bedarf es nun dringend politischer Updates. Anders formuliert: Die Politik muss sich der Probleme im Wildwuchs des Konzertgeschäftes annehmen.
Die Tagung findet im Paul-Löbe-Haus am Mittwoch, den 20. Mai 2026 ab 18:30 Uhr statt, mit Teilnehmenden aus Politik und Konzertbranche. Zur Debatte stehen fünf Programmpunkte. Im Spannungsbogen von "True Crime Ticketing" bis hin zur "Faszination Sozialticket" gibt es einiges zu erörtern.
"Die Abzocke von Sport- und Musikfans muss beendet werden", fordert Dr. Johannes Fechner als Mitglied im Ausschuss des Bundestags für Recht und Verbraucherschutz. Es gehe nicht an, dass "Tickets für Konzerte oder Fußballspiele auf dem Zweitmarkt zu Wucherpreisen weiterverkauft werden. Wir brauchen endlich klare und wirksame Regeln für den Ticketzweitmarkt, die Verbraucher und Veranstalter konsequent schützen und faire Preise sichern. Kultur und Sport darf kein Geschäftsmodell für Abzocke sein."
Martin Rabanus, für seine Partei Obmann im Ausschuss für Kultur und Medien, äußert dazu: "Popkultur ist Demokratie. Konzerte sind gelebte Teilhabe – und müssen für alle erreichbar bleiben. Deshalb brauchen wir faire und transparente Regeln im Ticketing, damit nicht Plattformlogiken und Wucherpreise darüber entscheiden, wer sich Kultur leisten und live erleben kann."
Zu Wort kommen Branchenkräfte aus der Praxis und der Politik. Über den Aspekt "Verbraucherschutz" hinaus geht das Thema "À La Française: Ticket-Abgabe D-Land". Diskutiert wird, wie nach französischem Vorbild ein Ausgleich zwischen großen und kleinen Konzertveranstaltenden ermöglicht werden kann. Das Panel "TTT- Der Tankstellen-Ticket- Trick" indes behandelt die Frage nach politischen Lösungen, dem Geschäftsmodell von "Dynamic Pricing" im Konzertgeschäft zu begegnen.