Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag
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08.05.2026, 8:00

Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag

Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 8. Mai 2026. Diese Woche unter anderem mit SOCIAL DISTORTION, FROZEN SOUL, THE QUILL, FATEFUL FINALITY, DRACONIAN und BLACK VEIL BRIDES.

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SOCIAL DISTORTION - Born To Kill (Punk)
Zitat aus einer Mail, die Boris neulich schrieb: „SUPER Anfang mit den ersten fünf Songs, dann mit ´Crazy Dreamer´ ein totaler Stinker, mit ´Wicked Game´ ein Cover, das ich nicht brauche, und am Ende vier ordentliche Nummern, die aber nicht mit den ersten fünf mithalten können. Alles in allem ein (sehr) gutes Album, weit weg von den Klassikern, aber keine Enttäuschung.“ (8,5)

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FROZEN SOUL - No Place Of Warmth (Death Metal)
Dass sich die Texaner:innen FROZEN SOUL für ihr drittes Studioalbum mit Sanguisugabogg zusammentun, ist naheliegend - mit Robb Flynn (Machine Head) oder gar Gerard Way (My Chemical Romance) war hingegen weniger zu rechnen. (9,0)

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THE QUILL - Master Of The Skies (Doom/Stoner/Hardrock)
Es sind stets die Nuancen, die bei einer altgedienten und so homogenen Band wie THE QUILL den Unterschied machen. Mal ist es eher die retrograde Heavy-Rock-, mal die Proto-Doom-Schule, die sich stärker in den Vordergrund schiebt. (8,0)

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FATEFUL FINALITY - Desolation (Speed Metal/Thrash Metal)
Teutonischer Thrash, besonders aus dem Underground, mutet oft einnehmend urig, häufig aber auch etwas dröge an, weil sich kompositorisch alles in recht engen Bahnen bewegt. Diese mir bislang entgangenen Schwaben sind jedoch entschlossen zu klotzen, statt zu kleckern. (8,0)

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DRACONIAN - In Somnolent Ruin (Doom/Gothic)
Seit dem letzten Album hat sich bei DRACONIAN besetzungstechnisch eine Menge getan, was man ihrer neuen Scheibe „In Somnolent Ruin“ zweifellos anhört. Neu auf der Scheibe: Drummer Daniel Johansson, Gitarrist Niklas Nord und last but not least die nach elf Jahren zurückgekehrte Frontfrau Lisa Johansson. (7,5)

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(R+) BLACK VEIL BRIDES - Vindicate (Heavy Metal/Modern Metal)
BLACK VEIL BRIDES sind wohl die Avenged Sevenfold einer neuen Generation. Ähnlich wie das Quintett aus Huntington Beach gelingt es der Band um Fronter Andy Biersack, traditionelle und moderne Metal-Klänge auf eine eigenwillige Art zu verquicken und dabei mit einer Emo-Schlagseite zu versehen. (7,5)

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RESTLESS SPIRIT - Restless Spirit (Doom/Stoner/Heavy Metal)
Bei ihrem vierten, selbstbetitelten Album konzentrieren sich RESTLESS SPIRIT aufs Wesentliche und kommen bei den Songs noch besser auf den Punkt. Außerdem gelingt dem Trio aus Long Island/New York ein seltener Spagat: Die größten Einflüsse der Band - Black Sabbath, Type 0 Negative und The Sword - sind zwar herauszuhören, werden jedoch in einen recht eigenständigen Sound eingebettet. (7,5)

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(R+) A FOREST OF STARS - Stack Overflow In Corpse Pile Interface (Folk)
Man kann A FOREST OF STARS keineswegs vorwerfen, es den Hörern einfach zu machen: sechs Songs zwischen zehn und 17 Minuten, ein Stil, der zwischen Post Black Metal, Klassik und Folk alles hergibt, und ein Sänger, der nerviger ist als die jährliche Steuererklärung. Das muss man erst mal schlucken. (8,5)

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(R+) YOTH IRIA - Gone With The Devil (Black Metal)
Wer mit griechischem Black Metal vertraut ist, dem dürfte der Name Jim Mutilator viel sagen, hat er doch die Frühwerke der Pioniere Rotting Christ und Varathron entscheidend mitgeprägt. Mit YOTH IRIA veröffentlicht der Bassist nun schon sein drittes Album, dessen hellenische Handschrift auch hier unverkennbar ist. (8,0)

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(R+) TORIAN - The Lost Legion Rising (Heavy Metal)
Da haben TORIAN es wirklich mal ruhig angehen lassen. Acht Jahre mussten sich die Fans der Paderborner bis zur Veröffentlichung des Langspielers „The Lost Legion Rising“ gedulden. Demzufolge könnte man den Albumtitel durchaus als selbsterfüllende Prophezeiung verstehen. (8,0)

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(R+) FLEISCHWOLF - Letzte Platte vor der Autobahn (Hardcore/Punk)
FLEISCHWOLF aus Mettmann hatten ihre Leber schon immer am rechten Fleck, und auch ihr schwarzer Humor ist legendär. Musikalisch ballert sich das Trio auf seinem vierten Longplayer „Letzte Platte vor der Autobahn“ - „Letzter Platten vor der Autobahn“ hätte auch Charme gehabt - durch 14 meist flotte Nummern. (8,0)

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(R+) THE NARRATOR - Phosphor (Metalcore/Modern Metal)
Frisches Breakdown-Futter für die neue Krach-Generation von morgen kommt in Gestalt von THE NARRATOR, die auf „Phosphor“ so gar nicht nach ihrer Heimatstadt Essen klingen. (7,5)

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(R+) REXORIA - Fallen Dimension (Melodic Metal/Power Metal)
Wenn euch Battle Beast auf den letzten Alben zunehmend zu verspielt geklungen haben, solltet ihr euch lieber mal die neue REXORIA-Platte „Fallen Dimension“ vorknöpfen. (7,5)

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(R+) BIRD'S VIEW - Above Chaos (Alternative)
Nein, BIRD´S VIEW sind trotz des markant betitelten „Above Chaos“-Schlusstracks ´Chaos B.C.´ keine Antwort auf Sepultura. Dafür steht das Quartett aus Frankfurt auf seinem neuen Album aber tatsächlich über den grotesk-chaotischen Maßlosigkeiten unserer Zeit. (7,5)

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(R+) LOVEBITES - Outstanding Power (Power Metal)
Happy Birthday, LOVEBITES; die japanischen Heavy-Metal-Ladys feiern mit „Outstanding Power“ ihren zehnten Bandgeburtstag. Ihr Handwerk verstehen die Damen nach dieser Dekade jedenfalls, das muss man ihnen lassen. (7,0)

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(R+) SACRIVERSUM - Before The Birth Of Light (Death Metal/Thrash Metal)
Die polnischen Szeneveteranen SACRIVERSUM haben sich 2022 wiedervereint und melden sich nun mit ihrem ersten Studioalbum seit 2006 zurück. Die Band will dabei bewusst ihre spätere Gothic-Phase ausblenden und an ihr 1994er Debüt „The Shadow Of The Golden Fire“ anknüpfen. (6,5)

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