Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag
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04.09.2026, 8:00

Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag

Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 4. September 2026. Diese Woche unter anderem mit AIRBOURNE, ACCEPT, AUDREY HORNE, BEHEMOTH, DEVIL MASTER und WITCHBURNER.

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AIRBOURNE - Airbourne (Rock'n'Roll)
In den vergangenen Jahren ist es um die Rock´n´Roll-Senkrechtstarter AIRBOURNE ruhig geworden: Das bis dato letzte Album „Boneshaker“ erschien im Oktober 2019, im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie wurden weltweit deutlich weniger Konzerte gespielt, und auch hierzulande ließ sich die australische Band nur noch sporadisch blicken. (9,0)

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Accept - "Teutonic Titans 1976-2026"

ACCEPT - Teutonic Titans 1976-2026 (Heavy Metal)
Wenn schon, denn schon. Wolf Hoffmann ist kein Freund halber Sachen. Und so zelebriert der ACCEPT-Chef ein halbes Jahrhundert seiner Band im großen Stil. Zum 50. Jubiläum wurden 50 Gastmusiker eingeladen, die 19 ACCEPT-Stücken (darunter keineswegs nur die großen Hits, sondern auch einige Deep Cuts) neues Leben einhauchen.

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AUDREY HORNE - Achilles (Classic Rock/Hardrock)
Im Gegensatz zum letzten Album „Devil´s Bell“, das während der Corona-Zeit isoliert mit dem Hin- und Herschicken von Songideen entstanden ist, konnten die Norweger beim Komponieren diesmal wieder gemeinsam im Proberaum jammen. Das hört man, denn die Songs von „Achilles“ klingen enorm lebendig und organisch. (9,0)

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Behemoth - "I, Scvlptor"

BEHEMOTH - I, Scvlptor (Black Metal)
BEHEMOTH bieten den Fans mit diesem Output ein schwarzes Potpourri, das so ziemlich alles enthält, was man als Band auf einer Zwischen-VÖ bieten kann: neue Songs, Neuaufnahmen alter Songs, Outtakes vergangener Alben, Live-Aufnahmen und Coverversionen von Venom und Bathory.

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DEVIL MASTER - Bloody Dreams
Mit ihrem dritten Album „Bloody Dreams“ stoßen DEVIL MASTER das Tor zu einer neuen, beinahe filmischen Dimension auf. Die Band verbindet ihren rotzigen Black-Metal-Punk noch stärker mit psychedelischer Finsternis und purer High Energy. (9,0)

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Witchburner - "Black Raging Flames"

WITCHBURNER - Black Raging Flames (Speed Metal/Thrash Metal)
Nach 13 Jahren Funkstille im Studio fegen WITCHBURNER mit „Black Raging Flames“ zurück. Das achte Album der Fuldaer Thrash-Institution erscheint passgenau zum 30. Jubiläum ihres selbstbetitelten Debüts und liefert den ultimativen Beweis: Diese Band hat in drei Jahrzehnten absolut nichts von ihrer räudigen Entschlossenheit eingebüßt. (8,0)

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SHAKRA - Just Live Loud! (Hardrock)
Die Reibeisenstimme von SHAKRA-Sänger Mark Fox klingt auch 2026 herrlich rau und beweist, dass die mittlerweile schon ein paar Jahre andauernde Alkoholabstinenz seinem charakteristischen Gesang nichts anhaben oder vielmehr ihn vielleicht sogar verbessern konnte. (7,5)

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(R+) GREEN CARNATION - A Dark Poem Part III: The Messiah Complex (Progressive)
Konzeptalben (und erst recht LP-Trilogien) scheitern oft am Anspruch ihrer Schöpfer oder wirken verkrampft tiefsinnig, doch das hat für GREEN CARNATION nie gegolten und trifft auch nicht auf das Finale des von Arthur Rimbauds Gedicht „Ophélie“ inspirierten „A Dark Poem“-Zyklus zu. (8,5)

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(R+) SCALD - Relics (Doom/Stoner)
Fast 30 Jahre nach dem Tod von Sänger Agyl am 6. September 1997 graben SCALD drei Stücke aus, die es damals nicht mehr ins Studio schafften: ´Master Of Tundra´, ´Ravens´ und ´Flame´ entstanden 1996/´97 direkt nach „Will Of The Gods Is Great Power“. (9,0)

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(R+) SIGH - Goh-ka (Progressive/Psychedelic)
„Goh-ka“ ist stilistisch wie inhaltlich eine Fortsetzung von „Shiki“, denn SIGH überführen ihre Psychedelic-Rock-Einflüsse weiter in Prog-Gefilde (mehrteilige Longtracks, analoge Synth-Sounds und ein Gastgitarrensolo von Opeths Mikael Åkerfeldt winken mit dem Zaunpfahl). (8,5)

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(R+) MAD MAX - Stories Of Destiny (Hardrock)
MAD MAX erzählen zum 45-jährigen Bandjubiläum ihre „Stories Of Destiny“. Zwar lud Jürgen Breforth (g.) Ur-Sänger Andreas Baesler als Special Guest ein (´Piece Of Candy´ und die spanische Version ´Dulces Falsos´), bietet aber vor allem dem neuen Fronter Alan Clark Gelegenheit, sich vorzustellen.

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(R+) POLYMOON - Mariposa Magic! (Progressive/Psychedelic)
Wegen ihres zweiten Albums „Chrysalis“ (2023) habe ich POLYMOON als stark von Pink Floyd beeinflusste Psych/Prog-Combo in Erinnerung, doch obwohl sich der Einfluss der Briten auch auf „Mariposa Magic!“ nicht leugnen lässt, klingen die neuen Songs der Finnen weniger retro. (7,5)

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(R+) ARTHUR BROWN - Nature (Progressive/Psychedelic)
Mit „Nature“ kehrt ARTHUR BROWN zu seinen Wurzeln zurück - und zwar nicht nur metaphorisch. Nach über sechs Jahrzehnten im Zeichen von Rocktheater, Ritual und musikalischer Grenzüberschreitung ist der inzwischen 84-Jährige in seine Heimat North Yorkshire zurückgekehrt. (7,5)

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(R+) CASTLE - Carrie Chains (Heavy Metal/Doom)
Manchmal braucht es einen Umweg, um nach Hause zu finden. Nach über einem Jahr Tour für „Evil Remains“ nahmen CASTLE zunächst die Cover-EP „Double Vision“ auf, und beim Arrangieren fremden Materials fiel bei Gitarrist Mat Davis der Groschen. (7,5)

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(R+) THE BLACK WIZARDS - Force Majeure & The Acts Of God (Rock'n'Roll/Hardrock)
THE BLACK WIZARDS richten sich auf „Force Majeure & The Acts Of God“ ein Stück weit neu aus. Das portugiesische Trio rockt und rollt mit einer herrlichen Leichtigkeit, die aus dem Punk und Garage Rock entliehen ist und weniger Psychedelic-Gewaber und Doom-Gedröhne als in der Vergangenheit enthält. (7,5)

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(R+) VANAHEIM - Roede Voor De Borst (Death Metal/Folk)
„Die haben den Kitsch erfunden!“, behauptet Kollege Bauer im Brustton der Überzeugung, als ich ihn zu seiner Einschätzung der Fünfertruppe VANAHEIM und ihres neuesten Langspielers „Roede Voor De Borst“ frage. Nun, wie üblich liegt Simon mit seinem Urteil nicht ganz falsch. (7,5)

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(R+) GRIMNER - Stormvingar (Death Metal/Folk)
Mit der von mir in RH 468 lobgepriesenen Digital-Single ´Träldomens Far´ haben GRIMNER die beste, melodisch bestechendste Komposition ihres fünften Albums bereits vorab präsentiert. (7,5)

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(R+) TANZWUT - Herz aus Stein (Folk)
Mit der ihnen eigenen Konsequenz ziehen TANZWUT, dereinst als Mittelalter-Vertretung der Neuen Deutschen Härte dem Ende der Neunziger entsprungen, auch auf diesem nunmehr 13. Album ihr Ding durch. (7,0)

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(R+) PELEGRIN - The Curse Of Nephtar (Doom/Stoner/Sludge)
Das französische Heavy-Psych-Trio erzählt hier eine Allegorie vom Aufstieg Nephtars, einer mächtigen schwarzen Kugel, die schließlich aus dem prähistorischen Ostmeer Tethys an die Oberfläche kommt und den Menschen ein Leben in Überfluss verspricht. (7,5)

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(R+) MOON DESTROYS - Omni (Doom/Stoner/Sludge)
Die Band aus Atlanta um Ex-Torche-Gitarrist Juan Montoya malt auf ihrem zweiten Album weiter an einem akustischen Stimmungsbild, das massive, schroffe Stoner-Gebirgswände zeigt, über die wohlgeformte Postrock-Kumuluswolken hinwegziehen. (8,0)

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SAUROS - Offense (Doom/Sludge/Hardcore)
Ihre Einstands-Mini-LP „Retreat“ sorgte 2022 für Begeisterung im Sludge/Doom-Underground, jetzt präsentieren SAUROS ihr erstes Langeisen namens „Offense“, das ebenfalls (und noich mehr) als veritables Brecheisen durchgeht. (8,5)

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(R+) GRADIENCE - Anomaly (Black Metal/Modern Metal)
Das dänische Duo GRADIENCE verbindet auf seinem Debüt „Anomaly“ Blackened Rap Metal mit melodischen Hooklines und Synthesizern. Gitarrist Jakob Harris, bildender Künstler und Musiker in einer Core-Band, und Sänger Gavin Mistry, der aus verschiedenen HipHop-Konstellationen stammt, fanden trotz ihrer unterschiedlichen subkulturellen Hintergründe schnell eine gemeinsame musikalische Sprache: Modern Metal. (6,0)

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(R+) PIRATE QUEEN - Travelling Around The World (Heavy Metal)
Ob unser Jens die Arschbombe unter PIRATE QUEENs Debüt „Ghosts“ 2024 aus Rache gezündet hat, weil er zu Interviews mit der unsäglichen Gimmick-Combo Dominum verdonnert wurde (oder tust du dir das - Powerwolf hin, Sabaton her - freiwillig an?), weiß nur er selbst. (5,0)

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