Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 3. April 2026. Diese Woche unter anderem mit CORROSION OF CONFORMITY, NERVOSA, SUNN O))), GREEN CARNATION, LANTLOS und POISON RUÏN.

CORROSION OF CONFORMITY - Good God / Baad Man (Doom/Stoner/Hardcore)
Stilistisch greifbar war der eigenständige Soundmix von CORROSION OF CONFORMITY nie, zu viele Einflüsse tauchen im Songmaterial des Quartetts auf. Von Southern Rock über Hardcore bis zu Sludge und Doom - erlaubt war stets, was Spaß macht, und das Doppelalbum „Good God / Baad Man“ ist natürlich keine Ausnahme, sondern treibt die Experimentierfreudigkeit des Quartetts auf die Spitze. (9,0)
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NERVOSA - Slave Machine (Speed Metal/Thrash Metal)
Nach dem Line-up-Chaos der letzten Jahre steuert Prika Amaral (g./v.) ihren Thrash-Panzer seit ´ner Weile auf sicherem Kurs. Man hört „Slave Machine“ diese Souveränität an. Die brasilianisch-griechische Allianz agiert mit einer beeindruckenden Präzision, die von Destruction-Gitarrist Martin Furia wuchtig-trocken produziert wurde. (7,0)
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SUNN O))) - Sunn O))) (Drone/Doom)
Für das zehnte SUNN O)))-Album haben Stephen O´Malley und Greg Anderson keine Musiker eingeladen, was die sechs enthaltenen Tracks noch eindimensionaler macht, als es die Musik des Duos ohnehin ist. (6,0)
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GREEN CARNATION - A Dark Poem, Part II: Sanguis (Progressive/Psychedelic)
So wie es aussieht, wird GREEN CARNATIONs ambitionierte „A Dark Poem“-Trilogie, deren drei Teile im kurzen Abstand voneinander erscheinen, ein voller Erfolg, denn „Part I: The Shores Of Melancholia“ wirkte letztes Jahr in seiner Geschlossenheit wie das eigentliche Comeback der zwischenzeitlich inaktiven Band. (8,5)
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LANTLOS - Nowhere In Between Forever (Alternative)
Mit ihrem sechsten Studioalbum „Nowhere In Between Forever“ führen LANTLOS die Entwicklung der vergangenen Jahre fort und öffnen zugleich ein weiteres stilistisches Fenster. (7,0)
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(R+) POISON RUÏN - Hymns From The Hills (Punk/Hardcore/New Wave)
Ihren eigentlich unmöglichen Mix aus Mitgröl-Punk/Hardcore, New Wave und Fantasy-Texten haben POISON RUÏN schon auf drei Alben und diversen Kurzformaten vom Stapel gelassen. (7,5)
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(R+) THE SOLITUDE - The Sound Of Absent Life (Doom)
ragen über Fragen: Heißt diese Truppe nun THE SOLITUDE, wie es Promo-Schreiben und digitale Bemusterung behaupten? Oder doch nur SOLITUDE, wie es auf dem „The Sound Of Absent Life“-Cover und in den Metal Archives geschrieben steht? Am Ende egal. (7,5)
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(R+) GRADE 2 - Talk About It (Hardcore/Punk)
Aus der Ödnis der Isle of Wight über Touren mit Dropkick Murphys, Rancid und Social Distortion bis zu Rock am Ring und Rock im Park. Was für eine Reise für GRADE 2 innerhalb der letzten zwölf Jahre. (8,0)
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(R+) VANIR - Wyrd (Death Metal)
„Wir sind VANIR, und wir spielen Viking Metal.“ - „Hallo VANIR!“, könnte es etwas verlegen im AA-Vorstellungs-Stil aus dem (Heer-)Lager der dänischen Melodic-Death-Metaller kommen, die mit der neuen Platte „Wyrd“ einmal mehr auf den Spuren ihrer Genre-Kollegen Amon Amarth wandern. (6,5)