Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 29. Mai 2026. Diese Woche unter anderem mit DEVIN TOWNSEND, SHINEDOWN, ELDER, MONOLORD, ALL THEM WITCHES und JAYLER.

DEVIN TOWNSEND - The Moth (Progressive/Psychedelic)
DEVIN TOWNSEND war von Beginn seiner Karriere an ein musikalischer Tausendsassa, legt mit „The Moth“ aber ein Werk ganz besonderen Kalibers vor: Die Idee für ein Musical-beeinflusstes Album spukte dem Kanadier seit seiner Jugend im Kopf herum, die Umsetzung von „The Moth“ hat zehn Jahre in Anspruch genommen. (8,5)
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SHINEDOWN - Ei8ht (Alternative/Modern Metal)
Die stilistische Freiheit und Offenheit des Eric-Bass-Solo-Debüts „I Had A Name“ (2025) hat auch ein Stück weit auf die Hauptband des Bassisten und Produzenten abgefärbt: So bekommt ´Searchlight´ durch den Einsatz von Banjo und Slide-Gitarren einen Americana- und Country-Anstrich, während ´At The Bottom´ mit seiner Klavieruntermalung theatralisch anmutet. (6,0)
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ELDER - Through Zero (Progressive/Psychedelic)
Schon den Vorgänger „Innate Passage“ (2022) hatte ich in den höchsten Tönen gelobt, Vergleiche mit Prog-Ikonen wie Rush, Steven Wilson und Dream Theater bemüht. Einen wesentlichen Unterschied gibt es nun aber doch: ELDER haben sich trotz einer US-Tour mit Tool bewusst dazu entschieden, weiterhin bei einem kleinen Label frei zu musizieren. (10,0)
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MONOLORD - Neverending (Doom/Stoner/Sludge)
Die Göteborger MONOLORD bleiben sich auch auf ihrem neuesten Album „Neverending“ treu, ohne stehenzubleiben. Ihr Doom ist nach wie vor schwer, verspielt und von tief gestimmten Gitarren getragen, wirkt dabei aber nie statisch. (8,0)
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ALL THEM WITCHES - House Of Mirrors (Doom/Stoner/Progressive)
Nach einer Existenzkrise, der ihr Originalschlagzeuger zum Opfer fiel, klingen ALL THEM WITCHES tatsächlich ein bisschen wie neugeboren, auch wenn ihr Quasi-Comeback - ihre siebte LP insgesamt - die logische Fortsetzung von „Nothing As The Ideal“ (2020) ist. (8,0)
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JAYLER - Voices Unheard (Classic Rock)
Ein Blick auf die Pressefotos macht schnell klar, womit man es bei JAYLER zu tun hat: Sänger und Gitarrist James Bartholomew erinnert nicht nur outfitmäßig an eine Reinkarnation des jugendlichen Robert Plant, er singt auch in einer ähnlichen Tonlage wie die Zeppelin-Ikone. (8,0)
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(R+) TRELLDOM - …By The Word… (Black Metal/Progressive)
TRELLDOM bleiben ihrem Stil, den sie auf dem Vorgänger-Werk eingeschlagen haben, treu. In knapp 40 Minuten bieten die Norweger eine Mischung aus Avantgarde Rock und Avantgarde Black Metal. Jeder, der sich gewünscht hat, dass Gaahl wieder seine Screams auspackt, dürfte allerdings enttäuscht werden. (8,0)
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(R+) SARCASM - Lifeforce Omnibound (Black Metal/Death Metal)
SARCASM - und zwar jene aus Uppsala, die nach ihrer Gründung 1990 nicht über kultumwobene Demos hinauskamen, lange absent waren und erst 2016 ihr Debütalbum ablieferten. Zwei aus den frühen Tagen hat der Schnitter geholt, einzig verblieben ist Sänger Heval. (8,5)
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(R+) GODTHRYMM - Projections (Death Metal/Doom Metal)
Der Aufwärtstrend hält bei GODTHRYMM an, denn „Projections“ markiert nach einem guten und einem sehr guten Album den bisherigen Höhepunkt in der bald zehnjährigen Laufbahn des Quintetts um die beiden ehemaligen My-Dying-Bride-Musiker Hamish Glencross (g./v.) und Shaun Taylor-Steels (dr.). (8,0)
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(R+) UWE LULIS PROJECT - Analog (Hardrock/Gothic)
Alle Achtung, da traut sich jemand was. Das UWE LULIS PROJECT, das während der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde, nutzt der Namensgeber und ehemalige Gitarrist von Rebellion, Grave Digger und Accept gerade eben nicht, um die x-te Version von feinstem Teutonenstahl in Form zu gießen. (7,5)
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(R+) LEATHERWITCH - First Spell (Heavy Metal)
Wer Marta Gabriel ist, dürfte eigentlich jeder wissen, dessen Lieblingsfestivals das Keep It True und das Headbangers Open Air sind. Mit ihrer früheren Band Crystal Viper hat die Sängerin und Musikerin aber auch schon in Wacken und auf dem Hellfest gespielt; trotzdem ist die musikalische Richtung der Polin immer eher der reine, klassische True Metal gewesen. (7,5)
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(R+) LYNCH MOB - The Final Ride - Live (Hardrock)
Eigentlich war die Messe ja schon mit dem neunten und eher durchwachsenen Studioalbum „Dancing With The Devil“ gelesen; LYNCH MOB verabschiedeten sich damit in den Ruhestand. Nun hat man sich dazu entschieden, ein auf der letzten Tour mitgeschnittenes Livealbum zu veröffentlichen.
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(R+) ETERNAL EVIL - Forever Feared (Heavy Metal/Speed Metal)
In den besten Momenten klingen ETERNAL EVIL wie eine zeitgemäß produzierte NWOBHM-Truppe im Turbomodus. (7,5)
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(R+) CROCELL - Swarm Of Insects (Black Metal/Death Metal)
Die dänischen CROCELL bestehen mittlerweile seit fast zwei Jahrzehnten und haben sich vom melodischen Death Metal im Fahrwasser von Illdisposed hin zu einer vergleichsweise klassischen Black/Death-Formation entwickelt, die sich hörbar aus der schwedischen Schule speist. (7,5)
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(R+) YAWNING BALCH - Volume Four (Progressive/Psychedelic)
Zum vierten Mal hat Fu-Manchu-Gitarrist Bob Balch nun seine Effektpedale geschultert, um mit den Freak Brothers von Yawning Man die Kakteen zu bespaßen. Zwei über 20-minütige instrumentale Monster-Jams irgendwo zwischen Desert- und Postrock sind wieder mal dabei herausgekommen. (7,0)
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(R+) ACACIA AVENUE - Chapter V (Melodic Rock)
Mit „Chapter V“ veröffentlichen ACACIA AVENUE schon ihr fünftes Album, und ich muss zugeben, dass die vier Vorgänger offenbar unbemerkt an mir vorbeigegangen sind. Woran das liegt? (6,0)
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(R+) HANRY - What Came From Silence (Progressive/Psychedelic)
Im Instrumental-Postrock-Kontext hat HANRYs Debütalbum keine vordergründigen Alleinstellungsmerkmale, doch das französische Quintett bemüht sich, eigene Wege innerhalb der Genregrenzen zu finden. (6,0)
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(R+) ERDVE - Epigrama (Doom/Stoner/Hardcore)
Außer den guten Folk-Metallern Obtest fällt mir auf Anhieb keine lettische Metal-Band ein, und ERDVE tun auf ihrem dritten Studioalbum wenig, um sich nachträglich einzuprägen. „Epigrama“ strahlt mit vereinzelten Soundeffekten Industrial-artige Kälte aus. (5,5)
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(R+) STAIRWAY TO VIOLET - Invictus (Alternative/Modern Metal)
STAIRWAY TO VIOLET um den früheren „Tatort“- und Disney-Channel-Kinderstar Béla Klentze (!) kleistern eine besonders dicke (Gesangs-)Effektschicht auf den selbsternannten Cinematic Rock ihres Debütalbums, wodurch „Invictus“ alles andere als natürlich klingt. (5,5)
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