Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 29. August 2025. Diese Woche unter anderem mit HELLOWEEN, WUCAN, VICIOUS RUMORS, THE HIVES, MÅNEGARM und IHLO.
HELLOWEEN - Giants & Monsters (Heavy Metal)
Machen wir es kurz: Mit „Giants & Monsters“ legen HELLOWEEN ihr bestes Album diesseits der Jahrtausendwende vor. Die Musiker lassen in Interviews unisono verlauten, dass es das erklärte Ziel war, die (bislang) 42 Jahre währende Bandgeschichte in all ihren Facetten abzubilden. (9,0)
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WUCAN - Axioms (Hard Rock/Progressive)
Bittners Ronny geht in Deckung, Dirtyng und Zauberflöte Mescoli streben wild entschlossen gen Tanzfläche. Jaha, es ist wieder so weit: WUCAN, Deutschlands beste Vintage-Rocker:innen, schütteln ein neues Album aus der Fransenjacke. Und was für ein Prachtstück dieser fünfte Langdreher namens „Axioms“ geworden ist! (9,5)
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VICIOUS RUMORS - The Devil's Asylum (Heavy Metal/Power Metal)
Mit den beiden starken Singles ´Bloodbath´ und ´Crack The Sky In Half´ sowie ´Dogs Of War´ beginnt das Album vielversprechend und zelebriert den typischen Power Metal amerikanischer Prägung mit furioser Gitarrenarbeit. Leider fällt „The Devil´s Asylum“ danach jedoch ziemlich ab und verliert deutlich an Raffinesse. (7,0)
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THE HIVES - The Hives Forever Forever The Hives (Rock 'n' Roll)
Fürs letzte Album „The Death Of Randy Fitzsimmons” haben die Schweden elf Jahre gebraucht. Diesmal ging´s dagegen fix - weil die Hälfte der Songs noch aus der Session zum Vorgänger stammt. Qualitativ hat das keine Auswirkungen: „The Hives Forever Forever The Hives“ ist der bewährte Mix aus Garagen-Rock, Punk und Hardcore, den das Quintett seit 1993 kultiviert. (7,0)
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(R+) MÅNEGARM - Edsvuren (Folk Metal/Black Metal)
Die dieser Tage ihren Dreißigsten feiernden MÅNEGARM haben sich einen Namen gemacht im Viking-Segment, auch ihr zwölftes Album dürfte vielen Freunden von Moonsorrow, Thyrfing, Einherjer & Co. auf den ersten Hör zusagen. (8,0)
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(R+) IHLO - Legacy (Progressive/Psychedelic)
Sechs Jahre nach ihrem guten Debüt „Union“ präsentieren sich IHLO auf „Legacy“ noch ausgereifter und dürften sich endgültig als eine feste Größe im britischen Prog Metal etablieren. (8,5)
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(R+) IN MOURNING - The Immortal (Death Metal/Progressive)
Lustig: Meine monatlich zu besprechenden Alben laufen beim Arbeiten nacheinander in Dauerschleife, und mir fällt der Übergang von der neuen Nailed To Obscurity zu „The Immortal“ nie auf, bis IN MOURNING in den Opeth-Gedächtnis-Groove des dritten Tracks einsteigen. (8,0)
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(R+) ASYMMETRIC UNIVERSE - A Memory And What Came After (Progressive/Psychedelic)
Die italienischen Brüder und Multi-Instrumentalisten Nicolò und Federico Vese, die auch Videospiel-Soundtracks entwickeln, kombinieren auf „A Memory And What Came After“ harten progressiven Metal mit technisch feinem Fusion-Jazz. (7,5)
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(R+) SWEET FREEDOM - Blind Leading The Blind (Classic Rock/Melodic Rock)
Der Legende nach starteten SWEET FREEDOM während der Corona-Pandemie als fixe Idee von Mastermind und Keyboarder Jörgen Schelander, der von dem Erfolg des Debüts in seiner Heimat Schweden durchaus überrascht wurde. (8,0)
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(R+) KHNVM - Cosmocrator (Death Metal)
Mit „Cosmocrator“ verorten KHNVM ihren Death Metal abermals zwischen ritueller Intensität und kontrolliertem Chaos. Das Duo (Bangladesch/Deutschland) setzt erneut auf tiefgestimmte Monolithen, die sowohl durch klangliche Wucht als auch durch Atmosphäre bestechen. (7,5)
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(R+) SUOTANA - Ounas II (Death Metal/Folk Metal)
Auf ihrem vierten Langspieler rücken einem diese fidelen Finnen wie gehabt mit folkig-melodischem, teils auch sinfonischem Death Metal mit Ingredienzen von Power- und Black Metal zu Leibe, angesiedelt in den weiten Landschaften zwischen Children Of Bodom, Wintersun, Kalmah, Catamenia und Sonata Arctica, also finnisch to the max. (7,0)
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(R+) SOWULO - Niht (Folk)
Wenn ein Nordic-Folk-Ensemble „die spirituelle Philosophie des alten Nordeuropas mit den kontinuierlichen Zyklen des Universums verbinden“ will, verdreht man im Jahr x nach Wardruna & Co. die Augen, und tatsächlich fügen SOWULO („Sonne“) dem Genre kaum etwas Neues hinzu. (7,0)
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(R+) MÉLANCOLIA - random.access.misery (Deathcore)
Der Deathcore-Ansatz der Australier MÉLANCOLIA weicht ein wenig von der üblichen Krach-Krawall-Formel der Konkurrenz ab. Der Vierer aus Melbourne verfolgt auf seinem Zweitwerk eine eher episch-sphärische Linie, auch wenn bisweilen geholzt wird, dass die Späne fliegen. (7,0)
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(R+) LUCIE SUE - Battlestation (Alternative/Rock 'n' Roll)
Auf „Battlestation“ verneigt sich LUCIE SUE vor den Alternative-Helden der Neunziger - mit durchwachsenen Ergebnissen. ´Hush´ funktioniert musikalisch als White-Zombie-Hommage, der englisch-deutsche Text wirkt allerdings reichlich bizarr („Zeit, Zähne zu putzen…“). (7,0)
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(R+) LOWHEAVEN - Ritual Decay (Doom/Sludge/Hardcore)
Hier geht mal wieder die Post ab, doch der Empfänger auf LOWHEAVENs Debüt-Paket ist schlecht lesbar. Das kanadische Quartett jongliert mit Black-Metal-Tremolos, Math-Rock-Rhythmen, nervigem Geschrei und entrücktem Gesang, der an Deftones-Chino erinnert. (6,5)
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