Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag
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27.02.2026, 9:00

Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag

Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 27. Februar 2026. Diese Woche unter anderem mit SODOM, NMB, ROB ZOMBIE, CRYPTIC SHIFT, CARPENTER BRUT und BLACK SWAN.

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SODOM - Get What You Deserve (Thrash Metal)
Nach dem Re-Release von „Tapping The Vein“ folgt nun „Get What You Deserve“, das genauso aufwendig und mit viel Liebe zum Detail aufbereitet wurde. Alle Versionen enthalten das Album sowohl als remasterte Version als auch als Remix. Wie schon bei „Tapping The Vein“ hat Andy Brings beim Remastern lediglich ein bisschen den Staub weggeblasen. (8,5)

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NMB - L.I.F.T. (Progressive)
Mit beeindruckender Regelmäßigkeit und unter wechselnden Bannern zaubert Neal Morse seit Jahren ein Konzept-Monument nach dem anderen aus seinem schier unerschöpflichen kreativen Füllhorn. Umso weniger überrascht es, dass der Prog-Großmeister mit dem fünften NMB-Langspieler (ehemals The Neal Morse Band) genau da weitermacht, wo er nie aufgehört hat. (8,5)

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Rob Zombie - The Great Satan

(R+) ROB ZOMBIE - The Great Satan (Industrial/Modern Metal)
Zurück auf Start. Okay, nicht ganz, aber zumindest scheint sich ROB ZOMBIE im Rahmen seiner neuen Platte an der Vergangenheit zu orientieren. Weg mit ellenlangen Titeln. „The Great Satan“ ist kurz, griffig und plakativ. Weg mit zu viel Hochglanz, hin zu einem räudigeren Songwriting. (7,5)

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CRYPTIC SHIFT - Overspace & Supertime (Death Metal/Progressive)
Würden CRYPTIC SHIFT in den Sog des Hypes um Blood Incantation geraten, fände zumindest ich das cool, weil mir der Sci-Fi-Prog-Death-Metal auf dem zweiten Album der Briten eher liegt als die gefeierte letzte LP der Amerikaner. (8,0)

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CARPENTER BRUT - Leather Temple (Gothic)
Man kann einerseits ein, zwei Tränchen verdrücken, weil Franck Hueso auf dem dritten CARPENTER BRUT-Album auf prominente Gesangsstimmen verzichtet, die ihm in der Vergangenheit einige Hits beschert haben, und sich andererseits darüber freuen, dass „Leather Temple“ im Gegensatz zu seinem Vorgänger „Leather Terror“ (2022) praktisch ohne Leerlauf auskommt. (7,5)

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(R+) BLACK SWAN - Paralyzed (Hardrock)
Keine Ahnung, ob Fronter Robin McAuley über besonders gute Gene verfügt oder der gebürtige Ire seine Stimme gelegentlich mit ´nem Pint Guinness und einem Glas Whiskey ölt, die Gesangsleistung auf „Paralyzed“ erinnert jedenfalls an seine Glanzzeiten in den Achtzigern. (8,0)

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SLAGMAUR - Hulders Ritual (Black Metal)
Wenn man sich an den etwas ungewöhnlichen Gitarren- und Schlagzeugsound gewöhnt hat, nehmen einen SLAGMAUR mit auf eine abgedrehte Reise. Man wird sowohl an ein Ein-Mann-Black-Metal-Projekt aus Bergen als auch an die zur gleichen Zeit aktiven Thorns erinnert. (8,0)

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(R+) THE SHEEPDOGS - Keep Out Of The Storm (Classic Rock)
In dieser eher stürmischen Weltlage ist es schön, wenn einen jemand umarmt. Die Musik von THE SHEEPDOGS tut das in einer entspannten Weise, sodass sich für rund 43 Minuten die Welt nicht ganz so schwer anfühlt. „Keep Out Of The Storm“ schwingt im sanften Wind von Creedence Clearwater Revival und Lynyrd Skynyrd. (8,0)

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(R+) WEEDPECKER - V (Doom/Stoner/Progressive)
Das Warschauer Quintett um die Gebrüder Piotr and Bartek Dobry verbindet breitwandigen Soundtrack-Prog und perlenden Westcoast-Sound mit ein wenig Stoner-Härte. Das Aufregende bei WEEDPECKER ist ihre kompositorische Komplexität. (8,0)

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(R+) JOEL HOEKSTRA'S 13 - From The Fade (Hardrock)
Ob Gitarrist Joel Hoekstra nach dem Aus von Whitesnake mehr Zeit in sein Sideproject JOEL HOEKSTRA´S 13 stecken und damit auch live stärker in Erscheinung treten kann? Lohnen würde es sich auf jeden Fall, immerhin kann der Amerikaner auf eine starke Besetzung in Form von Vinny Appice (dr.), Derek Sherinian (keys), Tony Franklin (b.) und Jeff Scott Soto als Backing-Sänger setzen. (7,5)

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(R+) FINAL GASP - New Day Symptoms (Gothic/Punk)
Schon das FINAL GASP-Debüt „Mourning Moon“ zeigte sich 2023 als interessanter Grenzgänger, der seine Einflüsse von Samhain, Echo & The Bunnymen und Killing Joke bezog, aber trotzdem eine frische, eigene Duftmarke hinterließ. (7,5)

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(R+) NECROFIER - Transcend Into Oblivion (Black Metal)
Mit „Transcend Into Oblivion“ manifestieren NECROFIER aus Houston die Essenz ihres bisherigen Schaffens und überführen sie in ein dreiteiliges Konzept über Erwachen, Qual und Wiedergeburt. (7,0)

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(R+) PHILIP SHOUSE - Side 1 (Classic Rock/Hardrock)
PHILIP SHOUSE kennt man seit 2019 als Accept-Gitarristen sowie Studio- und Tourmusiker diverser Größen u.a. aus dem Kiss-Lager. Auf seinem ersten Soloausflug übernimmt der Amerikaner neben Gitarre und Bass auch die Lead- und meisten Backing Vocals.