Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag
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26.06.2026, 11:01

Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag

Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 26. Juni 2026. Diese Woche unter anderem mit SAVATAGE, METALLICA, THE PRETTY RECKLESS, MASTERPLAN, DEAD KOSMONAUT und JUNIUS.

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Savatage - "Madness Reigns From The Gutter (1990)"

SAVATAGE - Madness Reigns From The Gutter (1990) (Heavy Metal)
Wer tatsächlich noch einen Beweis dafür benötigt, dass SAVATAGE auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zu Beginn der neunziger Jahre, bevor eine Tragödie nach der nächsten die Band ins Chaos riss und letzten Endes für jahrzehntelange Funkstille sorgte, eine absolut unaufhaltsame Macht waren, der bekommt ihn mit dieser Live-Auslese frei Haus geliefert.

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METALLICA - ReLoad (Remastered) (Hardrock/Heavy Metal)
Genau wie beim Vorgänger „Load“ treffen auch auf METALLICAs siebtes Studioalbum „Reload“ Attribute wie „sperrig“, „behäbig“ und „durchwachsen“ zu - ohne dass sich das Werk deshalb komplett abschreiben ließe. Denn auch hier verbergen sich zwischen den offensichtlicheren Momenten einige durchaus lohnende Deep Cuts. (7,5)

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THE PRETTY RECKLESS - Dear God (Alternative/Hardrock)
THE PRETTY RECKLESS haben auf „Dear God“ endgültig ihre perfekte Balance aus griffigem Songwriting, musikalischem Anspruch sowie Melancholie und Härte gefunden. Während die ersten beiden Alben stellenweise noch etwas zu sehr auf Radio-Airplay zugeschnitten wirkten, rückten die folgenden beiden Longplayer verstärkt den musikalischen Tiefgang in den Vordergrund. (8,5)

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MASTERPLAN - Metalmorphosis (Melodic Power Metal)
MASTERPLAN-Fans mussten wohl oder übel einen langen Atem beweisen, doch mit „Metalmorphosis“ gibt es nun nach ausgiebiger Geduldsprobe ein neues Studioalbum der Veteranen auf die Lauscher. (8,0)

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DEAD KOSMONAUT - Retrospectre (Heavy Metal)
„Gravitas“, der zweite Streich der schwedischen Underground-Supergroup um Mastermind Mattias Reinholdsson (b.), war mein Album des Jahres 2020. Sechs Jahre später werden DEAD KOSMONAUT wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen, sollte nicht noch ein Wunder dazwischengrätschen. Denn auch „Retrospectre“ ist ein mirakulöses Werk. (10,0)

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JUNIUS - Sotera (Progressive/Psychedelic)
„Eternal Rituals For The Accretion Of Light“, das neun Jahre zurückliegende letzte JUNIUS-Album, war längst nicht so songorientiert wie „Sotera“, das die Band zu Recht als ihre Wiedergeburt feiert. (7,5)

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NUNSLAUGHTER - Satanic Chaos Legion (Black Metal/Death Metal)
„Kompromisslos“ liest man mittlerweile gefühlt in jeder zweiten Rezension, aber NUNSLAUGHTER gehören wirklich zu den unerschütterlichsten Konstanten des extremen Undergrounds. (9,0)

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(R+) SPEEDSLUT - Cimbrian Rites (Speed Metal/Thrash Metal)
Nach einer EP „Ferocity Of Steel“ (2025) werden SPEEDSLUT aus Dänemark nun mit ihrem Debütalbum vorstellig. Und das hat es in sich. Das Quartett spielt angeschwärzten Speed Metal, der einerseits die Räudigkeit Venoms authentisch einfängt, im Riffing aber deutlich metallischer angelegt ist. (8,5)

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(R+) MORTIIS - Ghosts Of Europa (Gothic/Industrial)
Wenn man sich die musikalischen Ergüsse von aktuellen Ulver, Marilyn Manson und Depeche Mode gemeinsam vorstellt, erhält man einen ungefähren Eindruck von „Ghosts Of Europa“. (8,5)

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(R+) DEAD PIONEERS  - Wagon Burner (Hardcore/Punk)
Sie haben es getan! Mit ´Nazi Teeth´ („litter the ground“) hat das Crossover-Polit-Punk-Projekt des von Native Americans abstammenden Musikers, Texters und Aktivisten Gregg Deal endlich einen wutschäumenden Überhit am Start. (8,0)

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(R+) PHANTOM - Not Midnight Yet (Heavy Metal/Speed Metal)
Hot, hotter, PHANTOM! Das Quartett aus Mexiko legt mittlerweile sein drittes Album vor und verkörpert nahezu alles, was in den Metal-Achtzigern geil war - und das mit einer furiosen Energie, wie sie authentischer nicht sein könnte. (8,0)

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(R+) PRIME CREATION - Souls Of The Fallen (Power Metal)
Puh, wie lassen sich PRIME CREATION auf ihrem neuen Langspieler „Souls Of The Fallen“ am ehesten beschreiben? Frontmann Esa Englund klingt wie ´ne Mischung aus Mr. Lordi und Alice Cooper, und viele der Songs, insbesondere der Opener ´Galactic Rebirth´, erinnern im Chorus auffallend an Orden Ogan. (7,5)

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(R+) EXPLORING BIRDSONG - Every House We Built (Alternative/Progressive)
EXPLORING BIRDSONG legen ein solides Debüt vor, dessen Präsentation sich allerdings etwas zu sehr im eigenen Konzept verheddert. Das fängt bei der reichlich bemühten Album-Metapher an („Wir thematisieren, wie unsere Beziehungen kommen und gehen, ganz ähnlich wie Häuser“) und zieht sich bis zu den Promo-Fotos. (7,5)

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(R+) ROCK JUSTICE - You´ve Been Served (Hardrock)
Als Gitarrist Bas Maas (Doro, ehemals After Forever) den Grundstein seiner Band ROCK JUSTICE setzte, erlegte er sich einige Regeln auf: eigene Songs veröffentlichen, nicht selbst singen, keine Sängerin. (7,5)

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(R+) CRYING STEEL - Agent Steel (Heavy Metal)
CRYING STEEL zählen zu den Achtziger-Veteranen der Italo-Metal-Szene und haben immerhin noch zwei Originalmitglieder im Line-up. Tradition hat bei der Truppe aus Bologna, dass sich auf den Alben fast immer das Wort „Steel“ („The Steel Is Back“, „Time Stands Steel“ und „Stay Steel“) im Titel findet, diesmal in Form von „Agent Steel“. (7,5)

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(R+) CHILD - Rebirth (Classic Rock/Progressive)
Das australische Fuzz-Blues-Trio verbindet auf seinem nun auch schon vierten Album einmal mehr psychedelischen Kontrollverlust mit einem kühlen Kalkül für memorable Songs. (7,5)

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(R+) OKAY YOU WIN - End Of Days (Alternative/Stoner)
Das Debüt des Londoner Quartetts pflanzt sich mit seinem gut gefütterten Arsch genau auf den Schlagbaum zwischen den Genres Grunge und Stoner Rock. Vor allem im pumpenden Midtempo-Bereich haben OKAY YOU WIN einiges zu bieten. (7,5)

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(R+) SNOWY WHITE - The Finishing Touch (Classic Rock)
Seine Stimme mag zerbrechlicher denn je klingen, doch seine Les Paul Goldtop singt so wunderschön wie eh und je. Von den Bühnen dieser Welt hat sich der inzwischen 78-jährige Engländer aus gesundheitlichen Gründen längst verabschiedet. (7,0)

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(R+) FORSMÁN - Brenndar Rústir og Fuðrandi Fjörur (Black Metal)
Isländischer Black Metal ähnelt der norwegischen Variante im Grunde stark, bloß dass man statt pfeifender Eiswinde auf Fjorden sozusagen Vulkane ausbrechen und Geysire zischen hört. So heißblütig gehen auch FORSMÁN zur Sache. (7,0)

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(R+) ROCKETT LOVE - Wired For Sound (Melodic Rock)
Steigen wir zur Abwechslung mal mit den Highlights einer Scheibe ein: Der Ohrwurm ´Ready To Fly´, der hitverdächtige Opener ´If You Want Love´, das auf einem Saxon-Riff fußende ´Take It Or Love´ oder die Keyboard-Pop-Nummer ´Living On The Edge´ sorgen für herrliches Sommer-Rock-Feeling. (7,0)

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(R+) AMBERIAN DAWN - Temptation´s Gates (Symphonic Metal)
Nachdem AMBERIAN DAWN zuletzt mit ihrer Tribute-Platte „Take A Chance“ von sich reden machten, steht ihr neues reguläres Studioalbum „Temptation´s Gates“ ganz im Zeichen der neuen Frontfrau Nicole Willerton. (6,5)

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(R+) SCHEFF TOLLE ADRIAENS - Let´s Stop The World (Hardrock)
Cool, Frank Schätzing macht jetzt auch Rockmusik! Bei näherem Hinsehen stellt sich dann doch heraus, dass der Autor offenbar nicht das Fach gewechselt hat, sondern es sich bei dem Herrn mit den weißen Haaren und der coolen Brille um Sänger Darin Scheff handelt, einen der Namensgeber der Band SCHEFF TOLLE ADRIAENS. (6,5)

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(R+) SIAMESE - Dissolution (Alternative/Modern Metal)
Ja, auch „Dissolution“ ist eine dieser typischen hochstilisierten Modern-Metal-Produktionen, wie man sie heutzutage an jeder Ecke findet. Braucht es wirklich derart viel elektronische Effekthascherei auf einem Rockalbum? Darüber lässt sich streiten. (6,0)

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(R+) MONUMENT OF MISANTHROPY - Washington State Charm (Death Metal)
„Washington State Charm“ ist bereits das vierte Album der Wiener Brutal-Deather. Geboten wird technisch anspruchsvoller Death Metal zwischen überdrehtem Geballer der Marke Aborted und groovenden Parts, die stellenweise an Dying Fetus erinnern. (6,0)

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(R+) DUIR - Catarsi (Black Metal/Folk)
Wem Folk (Black) Metal grundsätzlich zu viel dudelt, der kann sich DUIR von der entgegengesetzten Seite ihrer musikalischen Neigungen her nähern, denn das zweite Album der Italiener funktioniert vordergründig als recht typische Atmospheric-Metal-Platte. (6,0)

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