Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 20. Februar 2026. Diese Woche unter anderem mit CLAWFINGER, SYLOSIS, MICHAEL MONROE, UNIVERSUM25, ATLAS und ZEPTER.

CLAWFINGER - Before We All Die (Modern Metal)
Machen wir uns nichts vor: In den Zweitausendern war die Luft bei CLAWFINGER ziemlich raus, und die Auflösung kam 2013 keinen Tag zu früh. Die Pause hat den europäischen Rap-Metal-Pionieren aber hörbar gutgetan. Das erste Album seit 2007 legt mit dem Opener ´Scum´ direkt los wie Feuerwehr. (7,5)
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SYLOSIS - The New Flesh (Thrash Metal/Modern Metal)
Mit „A Sign Of Things To Come“ haben SYLOSIS bewiesen, dass sie neben Trivium nach wie vor zu den konsistentesten Gruppierungen im modernen Thrash Metal zählen. Der Nachfolger „The New Flesh“ gefällt mir drei Jahre später sogar noch einen Tick besser. (8,0)
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MICHAEL MONROE - Outerstellar (Rock'n'Roll)
MICHAEL MONROEs achtes Soloalbum ist sein bisher vielleicht abwechslungsreichstes: Flotte, punkige Nummern wie der Opener ´Rockin´ Horse´ oder ´Newtro Bomb´ stehen Seite an Seite mit melancholischeren Stücken wie ´Painless´ (mit Grunge-Einschlag) oder ´Glitter & Dust´ und Good-Time-Rock´n´Rollern wie ´Precious´, ´Road To Ruin´ und ´When The Apocalypse Comes´. (9,0)
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UNIVERSUM25 - Die Maschinen wollen leben (Industrial/Modern Metal)
Mit ihrem ´22er Debüt haben UNIVERSUM25 im Neue-Deutsche-Härte-Kosmos eine eigene Nische erschaffen und bauen diese mit ihrem nicht minder beeindruckenden Zweitwerk nun weiter aus. (8,5)
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(R+) ATLAS - Sunder (Modern Metal/Gothic)
Wir leben im Zeitalter des bildgewaltigen Modern Metal, der ausgehend von einer neuen Generation von Bands wie Orbit Culture, Lorna Shore und Sleep Token immer erfolgreichere Dimensionen erreicht. Wem die genannten Fahnenträger zu überfrachtet und künstlich klingen, der wird auch mit ATLAS nur bedingt glücklich werden. (8,5)
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ZEPTER - Zepter (Heavy Metal)
Venator und Eisenhand haben Linz zurück auf die metallische Landkarte gebracht, jetzt schicken sich ZEPTER an, den Ruf der Donaustadt als „Steel City“ weiter auszubauen. Das selbstbetitelte Debüt klingt, als wäre seit 1979 kein Jahr vergangen. (7,5)
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COSCRADH - Carving The Causeway To The Otherworld (Black Metal/Death Metal)
Die Iren COSCRADH mäandern zwischen nordischem, komplexem Black Metal, wummerndem Death Metal und wiederholten Mordversuchen an allen, die klare Riffs und Songstrukturen präferieren, denn an vielen Stellen dieser im Ganzen betrachtet sehr atmosphärischen Platte erheben sie Dissonanz und Kakophonie zum ästhetischen Prinzip. (8,5)
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(R+) TEMPLE BALLS - Temple Balls (Hardrock)
Tragischerweise ist Gitarrist Niko Vuorela letzten Oktober seinem Krebsleiden erlegen, und die Band weiß derzeit nicht, wie es weitergeht. Das macht es natürlich nicht leicht, zur Tagesordnung überzugehen, aber die posthume Veröffentlichung dieses Albums war sein ausdrücklicher Wunsch. (9,0)
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(R+) EXHUMED - Red Asphalt (Death Metal)
Bevor die Kalifornier EXHUMED im April in einigen deutschen Hallen und Clubs aufschlagen, hat „Red Asphalt“ Street Date, das Bandchef Matt Harvey mit seinen launigen Versen über splattrige Verkehrsunfälle und Zombie-Motorradgangs als „Liebesbrief“ an die amerikanische Straße verstanden wissen will. (8,5)
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(R+) LEAD INJECTOR - Witching Attack (Speed Metal/Black Metal)
Promobild: umgedreht aufgehängte Holzkreuze, brennende Fackeln, dazu eine Armada aus (vollen?) Bourbon-Flaschen. Willkommen bei LEAD INJECTOR, Deutschlands größter Nachwuchshoffnung in Sachen Dunkel-Thrash! (8,0)
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(R+) DISPYRIA - Redemption: Part 1 - Twisted World (Melodic Metal)
Mit „Redemption…“ geht es in das vierte Kapitel der fortlaufenden Fantasy-Saga von DISPYRIA, das auch noch einen zweiten Teil bieten wird. Mastermind Jürgen Walzer (b./g./keys) greift dabei wieder auf eine Reihe von insgesamt sieben Gastsänger:innen (erneut dabei: Zak Stevens, Carsten „Lizard“ Schulz und Sabrina Roth) sowie drei Musiker zurück. (7,5)
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(R+) NEW FOUND GLORY - Listen Up! (Punk)
Auch wenn NEW FOUND GLORY aus Florida immer ein bisschen im Schatten von bekannteren Pop-Punk-Acts wie Green Day, Blink-182 oder The Offspring standen, können die vier auf eine erfolgreiche Karriere weltweit zurückblicken. (8,0)
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(R+) AEON GODS - Reborn To Light (Heavy Metal)
Die Sonne brennt auf das Gizeh-Plateau, der Pharao döst vor sich hin, wedelnde Diener kämpfen gegen die Glut - dann ein Blitz, mächtig Getöse, und der Grabkammer entsteigen: AEON GODS! (7,0)
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(R+) TRANSATLANTIC RADIO - Midnight Transmission (Melodic Rock)
Als Supergroup würden die meisten von uns wohl eine Band bestehend aus Mitgliedern von Priest, Maiden, Whitesnake, Saxon und Black Sabbath oder von Sabaton, Powerwolf, Nightwish, Volbeat und Ghost sehen. Die amerikanisch-schwedische Gruppe TRANSATLANTIC RADIO hat einen anderen Background. (7,5)
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(R+) BIZARREKULT - Alt Som Finnes (Black Metal)
Mit „Alt Som Finnes“ legen BIZARREKULT ihr drittes Album vor, das die Entwicklung des Projekts konsequent weiterführt, ohne den Bezug zum norwegischen Black-Metal-Erbe zu verlieren. (7,0)
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(R+) WRECK-DEFY - Dissecting The Leech (Speed Metal/Thrash Metal)
WRECK-DEFY haben musikalisches Potenzial, durch Besetzungs- und Label-Wechsel bisher aber kein Bein an Deck bekommen. Die nordamerikanischen Thrasher um Gitarrist Matt Hanchuck hatten ihr vorletztes Album „The World Enslaved“ 2021 bei Doc Gator veröffentlicht. (6,5)
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(R+) SUPLECS - Hymns Under A Blood Moon Sky (Alternative/Doom)
Da das Rock-Hard-Archiv gar keine Infos zu SUPLECS ausspuckt, hilft tatsächlich nur ein Blick ins Label-Info, um zu erfahren, dass das vor 30 Jahren von Sänger und Bassist Danny Nick, der vorher bei EyeHateGod aktiv war, gegründete Trio mit „Hymns Under A Blood Moon Sky“ das fünfte Studialbum der Bandkarriere vorlegt. (6,0)
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(R+) BELZEBONG - The End Is High (Doom/Stoner/Sludge)
Bei dem Bandnamen und Songtiteln wie ´Bong And Chain´ oder ´Hempnotized´ muss man kein Raketenwissenschaftler sein, um BELZEBONG eindeutig im Stoner-Rock-Genre zu verorten. (6,0)
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(R+) ROZARIO - Northern Crusaders (Heavy Metal)
David Rosario und seine Gefolgschaft laden zu einem frostigen Kreuzzug. Handwerklich ist auf dem zweiten Album der Norweger wieder alles in Ordnung, und man bemüht sich um Abwechslung. (6,5)
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(R+) THE VEER UNION - Reinvention (Alternative)
Obwohl THE VEER UNION eine ellenlange Diskografie aufzuweisen haben, waren mir die Jungs aus Vancouver bis dato kein Begriff. Deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob der aktuelle Streich der Formation dem Albumtitel „Reinvention“, also „Neuerfindung“, gerecht wird. (6,0)
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(R+) STONE - Autonomy (Alternative/Classic Rock)
Das Liverpooler Quartett hat einen ziemlichen Lauf, sie sind mit Yungblud, The Kooks und den DMA´s getourt, und bei Springsteens Hyde-Park-Show gehörten sie zum Vorprogramm. Ihr durchaus eingängiger Mix aus Britpop, Punk und Alternative läuft ganz gut durch. (6,0)
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(R+) NYTT LAND - Aba Khan (Folk)
„Aba Khan“ ist das zehnte Album in 13 Jahren Bandgeschichte, das NYTT LAND aus der russisch-kasachischen Grenzregion herausbringen. Neben Europa hat die Band es mit ihrer naturmystischen Ritual-Folk-Musik für Liveshows auch schon bis nach China und Ostasien geschafft. (6,0)
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(R+) EYE OF MELIAN - Forest Of Forgetting (Folk)
Mit diesem Sideproject widmet sich Delains Martijn Westerholt ganz den orchestralen Arrangements und lässt den metallischen Drive seiner Hauptband außen vor. Verstärkt hat er sich dafür mit Johann Kurkela als Sängerin und einer kleinen Riege von Gastmusiker:innen. (4,5)
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