Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag
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13.03.2026, 9:00

Neue Eisen: Überblick über den Release-Freitag

Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 13. März 2026. Diese Woche unter anderem mit LAMB OF GOD, THE BLACK CROWES, THE GEMS, MONSTROSITY, GOTTHARD und WITCHCRAFT.

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LAMB OF GOD - Into Oblivion (Metalcore/Thrash Metal)
Wie die Zeit vergeht: Die einstigen Metal-Revoluzzer LAMB OF GOD legen mit „Into Oblivion“ bereits ihr zehntes Album vor. Nach einigen Jahren der Weiterentwicklung, die mit diversen stilistischen Schlenkern einhergingen, besinnt sich die Combo seit dem 2019 erfolgten Einstieg von Schlagzeuger Art Cruz wieder vermehrt auf ihre Wurzeln. (8,0)

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THE BLACK CROWES - A Pound Of Feathers (Classic Rock/Hardrock)
Als sich vor etwa zwei Jahren die Brüder Rich und Chris Robinson wieder zusamenrauften und mit „Happiness Bastards“ unter dem THE BLACK CROWES-Banner ihr Comeback-Album veröffentlichten, war die Überraschung groß, denn die beiden Köpfe hinter der Band hatten sich 15 Jahre lang wenig bis gar nichts zu sagen. (8,5)

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THE GEMS - Year Of The Snake (Hardrock)
Natürlich haben THE GEMS durch ihre Vorgänger-Band Thundermother schon reichlich Erfahrung, und so klingen die Rockerinnen auf „Year Of The Snake“ in jeglicher Hinsicht angekommen. Das Trio legt in Sachen Songwriting ´ne ordentliche Schippe drauf. (9,0)

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MONSTROSITY - Screams From Beneath The Surface (Death Metal)
Sieben Alben in 34 Jahren klingt nicht gerade weltrekordverdächtig, aber wenn die Death-Metaller MONSTROSITY liefern, dann liefern sie in der Regel hochklassig. Für „Screams From Beneath The Surface“ hat Schlagzeuger und Bandleader Lee Harrison mal wieder fast das komplette Line-up gewechselt. (9,0)

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GOTTHARD - More Stereo Crush (Hardrock)
Mit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Stereo Crush“ 2025 erschienen, ließen sich die Schweizer ganze sechs Jahre Zeit und machten damit dem nationalen Ruf der angeblich eher in gemächlichem Tempo agierenden Eidgenossen alle Ehre. (7,5)

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WITCHCRAFT - A Sinner's Child (Doom/Progressive)
Die „A Sinner´s Child“-EP versteht sich als Epilog zum letztjährig veröffentlichten WITCHCRAFT-Album „Idag“ und schlägt bewusst einen bewusst reduzierteren Weg ein. Mastermind Magnus Pelander zieht den Sound auf seine elementaren Bestandteile zurück. (8,0)

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(R+) VITAMIN X - Ride The Apocalypse (Hardcore/Thrash Metal)
Wenn man sieht, dass die aus Amsterdam stammenden VITAMIN X satte 17 Songs auf „Ride The Apocalypse“ untergebracht haben, dann kann man sich ungefähr vorstellen, welches Masssaker den Hörer erwartet. (7,5)

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(R+) MOON FAR AWAY - Acou (Folk)
MOON FAR AWAY aus dem nordwestrussischen Archangelsk sind laut dem Promozettel schwer zu kategorisieren - was in diesem Fall mehr als nur eine Werbestrategie ist. (7,5)

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(R+) VICIOUS RAIN - The Anatomy Of Surviving (Metalcore)
„The Anatomy Of Surviving“ ist ein Stück Metalcore von geradezu klassischen Qualitäten. Hier wird noch sauber getrennt nach harten Strophen, die in ihrer klinischen Brutalität an Emmure und Konsorten erinnern. (7,5)

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(R+) TO THE MAX! - Two The Max! (Hardrock/Rock'n'Roll)
Es gibt Band-Vergleiche, die wirken wie von einer fantasierenden Rock-KI kreiert: Kiss, The Hellacopters und Black Sabbath in einem Atemzug, das wirkt eher wie ein Unfall als ein Konzept. Der Opener ´On ´N´ On´ treibt dann auch exakt die Kuhglocke durchs Midtempo-Dorf, die man bei einer solchen Gemengelage erwartet. (7,5)

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(R+) MESSTICATOR - Total Mastery (Death Metal/Thrash Metal)
Auf ihrem zweiten Album präsentieren sich die 2019 in Hamburg gegründeten MESSTICATOR als technisch versierte und stilistisch klar positionierte Formation zwischen modernem Melodic Death Metal und US-Thrash. (7,0)

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(R+) GLUTTONY - Eulogy To Blasphemy (Death Metal)
Vierte Langspielplatte von GLUTTONY, die in der Provinz Västernorrland beheimatet sind, wo sich das Phänomen der postglazialen Landhebung am markantesten abzeichnet, was der Erzeugung von neuem, prototypischem Tiefbräter-Schwedentod aber offenbar nicht weiter im Wege steht. (7,0)

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(R+) ANGUS MCSIX - Angus McSix And The All-Seeing Astral Eye (Power Metal)
Er ist schon ein ausgekochtes Schlitzohr, dieser Sebastian „Seeb“ Levermann (hier als Songwriter, Produzent, Gitarrist und Erzdämon Seebulon federführend). „Angus McSix And The All-Seeing Astral Eye“ ist unendlich catchy und dermaßen kitschig geraten, dass man sich nach jedem Song die Zähne putzen möchte. (6,5)

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(R+) EIHWAR - Hugrheim (Folk)
„Music For Viking Dancefloors“, wie EIHWAR ihren Sound selbst beschreiben, lässt sich wie schon in der Kritik zu „Viking War Trance“ (2024) erwähnt leicht per KI generieren und somit beliebig oft in untereinander austauschbaren Variationen reproduzieren. (3,0)

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