Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 10. April 2026. Diese Woche unter anderem mit LONG DISTANCE CALLING, METAL CHURCH, THE NEPTUNE POWER FEDERATION, IMMOLATION, LORD OF THE LOST und VOMITORY.

LONG DISTANCE CALLING - The Phantom Void (Progressive/Psychedelic)
Die Jahre ihres Bestehens haben LONG DISTANCE CALLING nichts von ihrer Ambition oder Abenteuerlust genommen. Entsprechend beleuchtet „The Phantom Void“ eine andere Facette der Band als noch „Eraser“: Wo der Vorgänger thematisch ernst und musikalisch direkt war, ist dieses Album eine alptraumhafte Gespenstergeschichte in sieben Akten. (9,0)
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METAL CHURCH - Dead To Rights (Heavy Metal)
Hand aufs Herz: Nach dem chaotischen Aus der Lopes-Besetzung und der Tour-Absage 2024 hätten wohl nur die Wenigsten einen Pfifferling auf eine glorreiche Rückkehr von METAL CHURCH gesetzt. Kurdt Vanderhoof selbst gab zu, dass die Band eigentlich „am Ende“ war und er kurz davor stand, den Laden für immer dichtzumachen. (8,5)
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THE NEPTUNE POWER FEDERATION - Mondo Tomorrow (Progressive/Stoner)
Hatten sich THE NEPTUNE POWER FEDERATION zuletzt weniger „trippy“ gezeigt, dreht der Aussie-Kult die Psych-Regler jetzt wieder voll nach rechts. Der Titeltrack: ozongetriebener Vollgas‑Rock´n´Roll. ´The Grip Of Death´: als habe man Fu Manchu und die Incredible Bongo Band gemeinsam in ein Dimensionsloch geworfen. (8,5)
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IMMOLATION - Descent (Death Metal)
Was soll man noch großartig über IMMOLATION schreiben? Die New Yorker Death-Metal-Legende liefert seit Jahrzehnten hochklassigen Stoff ab, der sich schon nach den ersten Tönen eindeutig als IMMOLATION identifizieren lässt. (8,0)
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LORD OF THE LOST - Opvs Noir Vol. 3 (Gothic)
LORD OF THE LOST schaffen es auch mit ihrem dritten und letzten Teil von „Opvs Noir“, das hohe kompositorische Niveau und die stilistische Vielfalt beizubehalten. Wenn man sich vor Augen hält, dass alle Songs dieser Trilogie in einem Rutsch entstanden sind, kann man vor diesem hochklassigen kreativen Output nur den Hut ziehen. (8,5)
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VOMITORY - In Death Throes (Death Metal)
Mit „In Death Throes“ zeigen VOMITORY erneut, warum sie seit den Neunzigern zu den prägenden Kräften des schwedischen Death Metal zählen. Ohne große stilistische Experimente setzt die Band auf das, was sie groß gemacht hat. (8,0)
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TRUCKFIGHTERS - Masterflow (Doom/Stoner/Sludge)
„Masterflow“ stellt das erste TRUCKFIGHTERS-Album seit zehn Jahren dar, die Band bleibt aber weiterhin ein zweischneidiges Schwert. „Keine neuen Impulse“, „keine unmittelbaren Hits“, „keine charismatische Stimme“ sind Kritikpunkte aus Rock-Hard-Rezensionen der Vorgängeralben. (7,0)
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(R+) MELECHESH - Sentinels Of Shamash (Black Metal/Death Metal)
Schon nach wenigen Sekunden des Openers der neuen MELECHESH-EP weiß man, was man seit „Enki“ (2015) vermisst hat, denn keine andere Combo verbindet nahöstliche Musik so mitreißend mit Black- und Thrash Metal wie Hauptkomponist/Frontmann Ashmedi. (8,0)
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(R+) RESURRECTED - Perpetual (Death Metal)
Im Falle des achten Longplayers der Duisburger Brutal-Death-Metaller RESURRECTED zäumen wir das Pferd von hinten auf. Der letzte Song auf „Perpetual“ ist das Malevolent-Creation-Cover ´Infernal Desire´ (vom „Eternal“-Album), und mit ihrer Version beweisen RESURRECTED eindrucksvoll, dass sie sich noch nie hinter den Großen der Florida-Szene zu verstecken brauchten. (8,0)
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(R+) WITCH RIPPER - Through The Hourglass (Doom/Stoner/Progressive)
Besser mit Stil gut geklaut als mit Ethos schlecht erfunden. Dieses Quartett aus der nordisch unterkühlten Grunge-Metropole Seattle klingt, als sei es den schwitzenden Sümpfen Georgias entstiegen. (7,5)
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(R+) AS EVERYTHING UNFOLDS - Did You Ask To Be Set Free? (Alternative/Metalcore)
AS EVERYTHING UNFOLDS können mittlerweile über 30 Millionen weltweite Streams vorweisen, werden aber mit „Did You Ask To Be Set Free?“ weiterhin die Gemüter spalten. (7,0)
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RICHARD BARBIERI - Hauntings (Progressive/Psychedelic)
Porcupine-Tree-Keyboarder RICHARD BARBIERI gefällt auf seinem neuen, rein instrumentalen Soloalbum „Hauntings“ mit gewohnt innovativen Synthie-Soundscapes.
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(R+) BLACK OAK COUNTY - Misprint (Alternative/Modern Metal)
Album Nummer vier des dänischen Quartetts, das in unserem Nachbarland schon diverse Auszeichnungen abräumen konnte und sich dieses Jahr auch auf die erste Headliner-Tour durch Deutschland aufmachen möchte. (6,5)
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(R+) FIGHTER V - Deja Vu (Melodic Rock/Hardrock)
Dem FIGHTER V-Debüt „Fighter“ verpasste Kollege Staude seinerzeit ein recht wohlwollendes 7,5-Punkte-Review, der Nachfolger „Heart Of The Young“ schaffte es aus unerklärlichen Gründen nicht in die Rock-Hard-Redaktion. (6,5)
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(R+) DOEDSVANGR - Within The Flesh (Black Metal)
Bei DOEDSVANGR rumpeln und scheppern Mitglieder von unter anderem Nordjevel und Gehenna kompetent durch den orthodoxen Black-Metal-Garten, nicht mehr und nicht weniger. (6,5)
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(R+) THE LORDS OF ALTAMONT - Forever Loaded (Doom/Stoner/Sludge)
Man darf bei den LORDS OF ALTAMONT nicht jeden Ton auf die Goldwaage legen, es geht eher um die Attitüde und den Ehrgeiz, die Nachtseite des Hippietums, also den psychedelischen Garagensound von Trümmertruppen wie den Sonics, MC5 oder Blue Cheer noch einmal authentisch ins Pult zu metzeln. (6,0)
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(R+) NICK OLIVERI - N.O. Hits At All Vol. 10 (Doom/Stoner/Heavy Metal)
Irgendwer muss das ja kaufen, sonst wäre man bei Heavy Psych nicht schon bei der zehnten Ausgabe dieses Selbstbeweihräucherungsprojekts angelangt. Wie immer sind NICK OLIVERIs diverse Kollaborationen überaus heterogen in Sachen Produktion, Gesangsleistung und vor allem kompositorischer Qualität.
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(R+) BODYSNATCHER - Hell Is Here, Hell Is Home (Deathcore)
Die Floridianer BODYSNATCHER - einzig Drummer Chris wurde von seinen Eltern nicht Kyle getauft - liefern ihr viertes Album ab. Der eher einfach gestrickte Deathcore mit stärkerer Hardcore-Tendenz ist heavy, tight und kommt ohne melodischen Klargesang und Screamo-Einlagen aus. (5,5)
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