Hier findet ihr eine Auswahl unserer Rezensionen zu den neuesten Album-Veröffentlichungen vom 18. September 2026. Diese Woche unter anderem mit ANTHRAX, VELVETEEN QUEEN, HANSEN, KISSIN' DYNAMITE, VILLAGERS OF IOANNINA CITY und UNCLE ACID & THE DEADBEATS.

ANTHRAX - Cursum Perficio (Heavy Metal/Thrash)
Kurz gesagt: Wer bereits die verschiedenen Facetten und frischen Akzente von „For All Kings“ zu schätzen wusste, wird auch ANTHRAX-Album Nummer zwölf einiges abgewinnen können. Durch das streckenweise sperrige Songwriting und die weiter zurückgeschraubten Thrash-Anteile ist „Cursum Perficio“ allerdings weniger zwingend geraten und kann dem starken Vorgänger insgesamt nicht ganz das Wasser reichen. (8,5)

VILLAGERS OF IOANNINA CITY - Venceremos (Folk Metal/Prog)
Das Album hat definitiv Längen, wird aber durch Melodien getragen, wie man sie im Psychedelic Rock seit Ewigkeiten nicht gehört hat. Einziger Minuspunkt ist die ultra-professionelle, aber letztlich etwas zu sterile Produktion. Die Gitarren braten alles nieder: Dudelsack, Flöte, Keyboard. Man muss schon genau hinhören, um die Feinheiten zu entdecken, auch den tollen Sirenen (Sängerinnen), die das Album betörend beschließen, hätte man gerne öfter gelauscht. Live wird das Material aber garantiert aufblühen. (8)

(R+) UNCLE ACID & THE DEADBEATS - Shapes Of Midnight
Hosianna, ins Serienmörder-Camp kehrt die Normalität zurück. Wie tröstlich in diesen unruhigen Zeiten, in denen auf so wenig Verlass ist. Kevin „Uncle Acid“ Starrs bietet nach „Nell´ Ora Blu“ - seinem ebenso gelungenen wie sympathisch nerdigen Ausflug ins Giallo-Soundtrack-Bizz (ohne Film) - mit „Shapes Of Midnight“ wieder ein klassisches Album an. Und erneut stellt sich die Frage: Warum ist der Mann nicht längst ein mittelgroßer Star? (8,5)

(R+) VELVETEEN QUEEN - The Greater Good
Obwohl VELVETEEN QUEEN in der Szene eher unter „Newcomer“ laufen, konnten sich die Schweden bereits einen hervorragenden Ruf als Live-Band erspielen und traten unter anderem im Vorprogramm von Alice Cooper und Judas Priest auf. Die Lorbeeren hält die Band mit ihrem zweiten Studio-Langspieler „The Greater Good“ frisch. (8)

(R+) HANSEN - Born With A Hammer
Mit „Born With A Hammer“ liefert der Fünfer ein kurzweiliges, gutlauniges Album ab, das die volle Bandbreite von Hansens musikalischem Schaffen abbildet. Power- und Heavy Metal treffen auf Hardrock, und hier und da sorgt ein Spritzer Punk für gehörigen Pepp. Schönes Ding. (8)

(R+) KISSIN' DYNAMITE - Kissin' Dynamite
Auf diesem Album finden sich neben sechs brandneuen Songs (allesamt prima und im Stil der letzten Platten) auch sieben neu eingespielte Klassiker von den ersten beiden Alben der Band. Beides wirkt wie aus einem Guss, die alten Nummern (wie ´Love Me Hate Me´, ´Steel Of Swabia´ oder ´Nothing Breaks Like A Heart´) wurden ein Stück weit „modernisiert“, ohne dabei ihren Charme zu verlieren. Ein gelungener Ausstand! (*)