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Kategorie
Game 
Heft
RH #303 
Titel
DAS SCHWARZE AUGE: SATINAVS KETTEN 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
7.5 

(Daedelic Entertainment) (PC; USK 12)
„Das Schwarze Auge“ zählt zu den dienstältesten Pen-&-Paper-Rollenspielen mit Fantasy-Hintergrund und hat vor allem im deutschsprachigen Raum zahllose Anhänger, die sich seit nunmehr fast 30 Jahren in Abenteuer um Magier, Krieger, Drachen und andere mythische Wesen stürzen. Der Vorlage entsprechend waren die bisherigen Computerspiel-Umsetzungen des Franchises im Rollenspiel-Genre angesiedelt. Daedelic Entertainment wagen sich mit „Satinavs Ketten“ nun erstmals an die Umsetzung einer klassischen DSA-Story als Point-&-Click-Adventure.
Der Spieler schlüpft in die Rolle des jugendlichen Fallenstellers Geron, über dessen Haupt das Unheil in Form einer finsteren Prophezeiung schwebt: Als Kind sah der Bursche bei der öffentlichen Verbrennung eines Sehers zu, der ihn in seinen letzten Atemzügen mit einem Fluch belegt haben soll. Von diesem Zeitpunkt an wird der Junge als Unglücksbote betrachtet und setzt alles daran, seine Mitmenschen davon zu überzeugen, dass ihre Furcht vor der Prophezeiung reiner Aberglaube ist.
Daedelic haben sich für ihre Umsetzung des „Das Schwarze Auge“-Stoffes an klassischen Point-&-Click-Adventures der Marke „Monkey Island“, „Simon The Sorceror“ oder „King´s Quest“ orientiert. Der Spieler steuert Geron per Mausklick über liebevoll von Hand gemalte Hintergründe und ist vorrangig mit Gesprächen und dem Lösen von Rätseln beschäftigt. Zwei zur Verfügung stehende Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass auch Genreneulinge nicht überfordert werden. „Satinavs Ketten“ ist sowohl DSA-Jüngern als auch beinharten Adventure-Fans zu empfehlen.


Jens Peters 7.5

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