ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #283 
Titel
FRONT MISSION EVOLVED 
Note
6.0 

(Koch Media) (PS3; USK 12)

Im Jahr 2171 steht die Welt am Rande der Zerstörung. Die heutigen Staatengebilde wurden aufgelöst. Überall auf der Erde haben sich Fraktionen gebildet, die sich mit fetten Robotern – den Wanzern – untereinander bekriegen. Die Schlachten werden von orbitalen Militärbasen koordiniert, die mit Aufzügen mit der Erdoberfläche verbunden sind. Als einer dieser Fahrstühle im Zentrum New Yorks von nicht identifizierten Angreifern zerstört wird und durch seinen Einsturz die halbe Stadt dem Erdboden gleichmacht, rückt der Techniker Dylan Ramsey in einem Wanzer-Prototyp aus, um seinen Vater in den Trümmern zu finden.
„Front Mission Evolved“ ist der erste Ausflug der „Front Mission“-Macher ins Action-Genre. Könnte man über die 08/15-Story, die mit ihren pathetischen Momenten und einer aufgesetzt wirkenden Liebesgeschichte mehr als einmal an der Schmerzgrenze kratzt, noch hinwegsehen, rettet der Rest des Spiels leider auch nicht mehr viel. Die Grafik ist für heutige Verhältnisse mit ihren detailarmen Umgebungen, matschigen Texturen und veralteten Gesichtsanimationen unterdurchschnittlich. Das Gameplay wechselt zwischen „renne im Roboter durch die Gegend und ballere auf alles, was sich bewegt“ und „renne zu Fuß durch die Gegend und ballere auf alles, was sich bewegt“, wobei vor allem letztere Passagen spielerisch ein Witz sind. Über die Nervigkeit der Bosskämpfe sei an dieser Stelle der Mantel des Schweigens gebreitet.
Einige Lichtblicke gibt es dennoch: Einerseits sind die Wanzer in hohem Maße modifizierbar, der Spieler kann von Waffen bis zu Körperteilen tunen, dass es eine reine Wonne ist. Das Geld zur Aufrüstung wird durch das Erfüllen von Missionszielen und das Ausschalten von Gegnern verdient. Ein weiterer Pluspunkt ist der wunderbar brachiale Sound inklusive multilingualer Sprachausgabe.

JENS PETERS


Jens Peters 6.0

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